Handball 3. Liga: SV 08 Auerbach erwartet am Samstag HC Aschersleben
Ein direkter Konkurrent

Volker Hackenberg und der SV 08 Auerbach wollen jede der letzten drei Chancen nutzen, um den Klassenerhalt zu sichern. Bild: Ziegler

Im drittletzten Spiel der Handball-Saison in der 3. Liga trifft der SV 08 Auerbach am Samstag auf den HC Aschersleben. Die Alligatoren belegen Rang zehn und sind mit 23:31 Punkten einer der noch verbliebenen direkten Konkurrenten der Oberpfälzer im Kampf um den Klassenerhalt.

Anpfiff in der Helmut-Ott-Halle ist wie gewohnt um 19 Uhr. Die "Alligators" aus dem Sachsen-Anhaltinischen Aschersleben sind eines von fünf Teams, für die der Verbleib in der 3. Liga noch nicht gesichert ist. Derzeit führen sie ein punktgleiches Trio mit dem ESV Lok Pirna und dem HC Elbflorenz Dresden an und hätten wegen der drei Punkte Vorsprung auf Auerbach die Chance, an diesem Samstag mit einem Sieg gegen die Oberpfälzer den Sack endgültig zuzumachen.

"Wir sind zwar müde und mancher ist etwas angeschlagen, aber wir wissen um was es geht. Ich predige bereits seit Monaten, dass diese letzten Spiele die wichtigsten für uns überhaupt sind", erläuterte Auerbachs Spielertrainer Tobias Wannenmacher unter der Woche die eigenen Pläne. Dass man im Sport jedoch nicht immer alles planen kann, zeigt der bisherige Verlauf der Aschersleber Saison. Nachdem man in der vergangenen Spielzeit dem Abstieg gerade so entkommen war, wurde in der neuen Runde ein Platz in der oberen Hälfte der Tabelle angepeilt.
Allerdings lief die Saison nicht wie geplant an. Verletzungen und interne Querelen führten dazu, dass man von den ersten sieben Spielen lediglich zwei gewann. Erneut fand sich das Team im Tabellenkeller wieder. Ausgerechnet als es nach einem Unentschieden und einem Sieg wieder etwas aufwärts zu gehen schien, trennte man sich im November vom erst seit Beginn der Saison tätigen Trainer Gunter Funk. Kurz danach musste Torhüter Ivan Szabo, einer der Leistungsträger, wegen eines Kreuzbandrisses seine Saison für beendet erklären. Doch damit nicht genug, verließ im Januar mit Rückraumwerfer Erwin Feuchtmann Perez einer der erfolgreichsten Torschützen des Teams (109 Tore) die Sachsen-Anhaltiner Richtung Rumänien.

Zunächst wurde mit Jörg Neumann (34) von der Handball-Akademie Leipzig/Delitzsch noch im Dezember ein neuer Trainer vorgestellt. Nachdem man den lettischen Torhüter Raimonds Steins vom HSC 2000 Coburg verpflichtet hatte, konnte man sich im Februar diesen Jahres zudem die Dienste des Linkshänders Mindaugas Veta vom Zweitligisten TSG Ludwigshafen/Friesenheim sichern. Der Litauer bedeutet mit seinen 2,04 Metern sowohl in der Abwehr als auch in der Offensive eine deutliche Verstärkung. Zumindest profitierte der HC in den Partien, in denen Veta eingesetzt wurde, offensichtlich von seinen 50 Toren und gewann fünf von acht, unter anderem auch gegen Münden und Coburg.
Dass derartige Ergebnisse zu einer deutlichen Verbesserung der Tabellensituation führten, ist einleuchtend. Aschersleben verließ die Abstiegsränge und kletterte von Spieltag zu Spieltag weiter in Richtung Klassenerhalt. "Wenn wir auf dem Feld und die Fans auf den Tribünen alles geben, dann müsste es doch mit dem Teufel zugehen, dass wir die Klasse nicht gemeinsam hielten", sagte Wannenmacher.

SV 08 Auerbach: Adam, Walzik, Tannenberger, Ma. Werner, Weiss, Hofmann, Mi. Werner, Bader, Hackenberg, Wannenmacher, Schnödt, Reger, Schmidtke, Schöttner.
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