Hauptversammlung der Gebietsverkehrswacht - Viel Lob für geleistete Arbeit von allen Seiten
Unfälle verhindern, Leben retten

Erhaltung und Verbesserung der Verkehrssicherheit sieht die Verkehrswacht deutschlandweit nach wie vor als vorrangige Aufgabe an. Sie begleitet die Verkehrsteilnehmer vom Kindergarten an bis ins hohe Alter durch jährlich wiederkehrende, aber auch neue Aktionen, um die Sicherheit im Straßenverkehr weiter zu erhöhen.

Für dieses Ziel haben sich auch die Verantwortlichen der Gebietsverkehrswacht Auerbach im vergangenen Jahr wieder einiges einfallen lassen, wie dem Bericht des 1. Vorsitzenden Martin Kozik bei der Hauptversammlung im Kolpinghaus zu entnehmen war. Zum Start ins Schulleben wurden in Zusammenarbeit mit ADAC und MSC Auerbach an die Erstklässler Warnwesten und Hefte für Verkehrserziehung übergeben. Die Viertklässler nahmen nach bestandener Fahrradprüfung Wimpel der Verkehrswacht entgegen.

Gute Zusammenarbeit

Eine erfreuliche Resonanz fand der in Zusammenarbeit mit dem MSC Auerbach gemachte Infoabend in Steinamwasser. Die angehobenen Bußgelder, das richtige Verhalten an den Bushaltestellen, erläutert vom Verkehrsexperten der Auerbacher Polizeiinspektion Bernhard Ziegler, sowie das Thema neue und alte Kennzeichen standen im Mittelpunkt. Auch das gesellschaftliche Zusammenwachsen wird von der Verkehrswacht alljährlich durch eine Tagesfahrt gefördert. Im letzten Jahr von Gerhard Bruckner organisiert, führte sie nach Ulm. Für heuer wurde die Planung von Willi Schelz übernommen, angesteuert wird am 22. Juni, die Dreiflüssestadt Passau. Der Fahrpreis einschließlich Stadtführung und Schifffahrt beträgt für Nichtmitglieder 38 Euro, für Mitglieder 33 Euro.
Als brandaktuell vermelden konnte Vorsitzender Kozik die Installierung von Schülerlotsen an der Mittelschule und Realschule Auerbach (siehe unten stehender Bericht). Für das Mitwirken an der Einrichtung des Schülerüberganges an der Michelfelder Straße für Realschüler galt der Dank Rektorin S. Lioba Endres sowie dem Verkehrsexperten bei der Polizeiinspektion Auerbach für die theoretische und praktische Ausbildung. Er hatte auch die im Vorfeld erforderlichen Gespräche geführt.

Seit 60 Jahren ist der Schülerlotsendienst landauf landab das Aushängeschild der Verkehrswachten. Seit der Einführung im Jahr 1953 hat es an von Schülerlotsen gesicherten Übergängen keinen einzigen schweren oder tödlichen Unfall gegeben. Mehr als 2,5 Millionen Menschen haben dazu beigetragen, dass sich dieser Lotsendienst zu einer äußerst effektiven Verkehrssicherheitsmaßnahme entwickelt hat, auch in Auerbach. Auch wenn sich vieles in all den Jahren geändert habe, wie die Ausrüstungen oder die Bezeichnung, aus "Schülerlotsen" wurden "Verkehrshelfer", die Ziele sind die gleichen wie vor 60 Jahren. Schülerlotsen sind aus der aktiven Schulwegsicherung nicht mehr wegzudenken.
Alleine Verkehrserziehungs- und Arbeitshefte schlugen bei den Anschaffungen laut Kassenbericht durch Schatzmeister Lothar Schmiedl mit 1200 Euro zu Buche. Weitere Ausgaben verursachten die Fahrradwoche-Aktion in der Grundschule und die Warnwesten für die Schulanfänger, was trotz der 300 Mitgliedsbeiträge auf der Einnahmenseite und der von der Stadt Amberg abgeführten Bußgelder an die Verkehrswacht Auerbach zu einem Minus im abgelaufenen Jahr führte.

Die Kassenprüfer Franz Müller und Helmut Zerreis bestätigten die einwandfreie Kassenführung und empfahlen die Entlastung, die einstimmig erfolgte. Martin Kozik informierte über Termine, darunter die Jahresmitgliederversammlung der Kreisverkehrswacht Amberg am 5. Juni. Außerdem wird von der Verkehrswacht Auerbach wie schon in der Vergangenheit wieder ein Seminar für Kindergärtnerinnen angeboten.

Kindergärten und Schulen

2. Bürgermeister Herbert Lehner hob die Bedeutung der von der Verkehrswacht geleisteten Arbeit für die Verkehrssicherheit der Bürger hervor. "Die Aufgabe der Verkehrswacht ist nicht Verkehrsüberwachung, das ist Aufgabe anderer Organisationen. Vielmehr ist es die Förderung und Verbesserung der Verkehrssicherheit." Dies geschehe, so wie man als Außenstehender mitbekomme, durch Verkehrserziehung in Vorschulen, Kindergärten und Schulen, durch Einweisung von Schülerlotsen in Zusammenarbeit mit der Polizei, durch Aktionen, durch die Interessenvertretung der Verkehrsteilnehmer bei Behörden, aber auch durch Ehrungen bewährter Kraftfahrer bei den Hauptversammlungen, die allerdings diesmal mangels "Bewerbern" entfallen musste. Alles trage bei zu dem Ziel, Gefahren und Unfälle zu vermeiden und vor allem um Menschenleben zu retten.
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