Hauptverwaltungs- und Bauausschuss bringt Ausrüstung mit neuen Geräten auf den Weg
Feuerwehr testet Digitalfunk

Nur die Teilnahme der Feuerwehr am Probebetrieb des Digitalfunks sorgte für längere Debatten. Eine Reihe von Bauanträgen hatte der Hauptverwaltungs- und Bauausschuss in seiner Sitzung am Dienstagnachmittag einstimmig abgehandelt. Mit einer Gegenstimme (Manfred Pfauntsch) wurde auch dem Ansinnen der Feuerwehr entsprochen.

Zunächst war die Errichtung von zwei Anbauten (Heizraum an der Ostseite und Überdachung an der Nordseite) an ein bestehendes Nebengebäude (Garage mit Hackschnitzelbunker, Tanklager und Heizraum) in Mappach 1 zu behandeln. Hier gab es keine Bedenken, ebensowenig gegen den Antrag auf Neubau von zwei Freiwaschplätzen mit Technikraum, Umbau der Tanktechnik und Umbelegung der Lagertanks in der Mappacher Straße 61 (AVIA-Tankstelle). Nichts einzuwenden gab es auch beim Bauantrag auf Errichtung einer Lagerhalle in der Bürgermeister-Berger-Straße 22, ebenso beim Bauantrag auf Überdachung von zwei bestehenden Fahrsilos und der Nutzungsänderung eines Fahrsilos zu einer überdachten Lager- und Abstellfläche in Vorderthürn 3.

Neue Räumlichkeiten

Ebenfalls positiv beschieden wurde der Antrag auf Nutzungsänderung eines bestehenden Nebengebäudes in Wohnräume in Am Sand 9. Die Nutzungsänderung eines Cafés zu einem Gaststätte-Nebenraum und des Obergeschosses zu einem Nebenzimmer am Marktplatz 6 und 8 fand ebenfalls das Plazet der Räte. Die Einführung des Behörden-Digitalfunks startet. Nach dem derzeitigen Planungsstand soll ab Oktober 2014 der sechsmonatige Probebetrieb in der Oberpfalz beginnen. In dieser Phase haben die Feuerwehren die Möglichkeit, die Technik zu testen und das Funknetz auf Belastbarkeit und Funktionalität zu überprüfen.
Auch sollen die Anwender in dieser Phase praxisnah geschult werden. Das Landratsamt Schwandorf empfahl die Teilnahme. Nur durch einen flächendeckenden Testbetrieb im Kreisgebiet könne die angestrebte Funkversorgung sichergestellt werden. Die Feuerwehr Bruck habe sich bereiterklärt, daran teilzunehmen. Die Wehren Sollbach und Schöngras werden nach dem sechsmonatigen Probebetrieb im Jahr 2015 in den Echtbetrieb übernommen. Für die Beschaffung der erforderlichen neuen Endgeräte sei im Dezember 2012 ein staatliches Sonderförderprogramm aufgelegt worden, was auf fünf Jahre befristet sei, erläuterte Bürgermeister Hans Frankl. Laut Schätzung der FFW Bruck fallen Anschaffungskosten in Höhe von 14 240 Euro an. Davon erhalte man einen Zuschuss von 9 626 Euro, so dass dem Markt Bruck einmalige Anschaffungskosten von etwa 4 614 Euro entfallen, ohne Einbau- und Umbaukosten.

Grundätzliche Bedenken

Für die Feuerwehren Sollbach und Schöngras fallen erstmalige Anschaffungskosten von zirka 7 995 Euro an. Hier verbleiben für den Markt Bruck zirka 2 777 Euro, ohne Einbau- und Umbaukosten. Manfred Pfauntsch äußerte grundsätzliche Bedenken gegen den digitalen Behördenfunk. Gegen seine Stimme wurde beschlossen, dass die Feuerwehr Bruck an der Testphase teilnimmt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.