Hausener Musikantentreffen vereint Profis und den Nachwuchs in einem Ziel
Alles für die gute Laune

Das traditionelle Faschings-Musikantentreffen im Pfarrheim Hausen hat im sechsten Anlauf stark an Qualität gewonnen. Neben jungen einheimischen Kräften hatte Moderator Michael Ebenhöch diesmal schon bekannte, fast professionelle Musikanten und Sänger an Land gezogen (so nannte es Pfarrgemeinderatssprecher Rudi Gehr): Werner Simon, die Geschwister Winterer (mit Robert Merkl als Begleiter) sowie Franz und Ingrid Gericke, genannt "Blecherne Saitn".

Die sehr gut aufspielenden "Huabuaicha o'draadn" aus Hohenburg fanden im Chef der Oberpfälzer Oberkrainer, Sepp Zitzmann (Klarinette), eine Verstärkung. Er war nach Hausen gekommen, weil er die jungen Musiker gerne für ein Konzert nach Slowenien mitnehmen möchte. Aufgelockert wurden die Beiträge durch die Witzeerzählerin Astrid Geitner aus Allersburg, die viele gute Witze über der Gürtellinie kennt.

Den Anfang machten die Burschen aus Hohenburg, die in den Saal einzogen und mit einem gut besetzten Ensemble für Furore sorgten.
Wenn der Franz mit seiner Lederhose dasteht und mit Ingrid nicht ohne Grund singt, dass man abspecken könnte, dann hat er volle Aufmerksamkeit im Saal. Zither und Tuba, jetzt auch noch mit Gitarre, vertragen sich gut, wenn beide mit ihren wandlungsfähigen Stimmen Geschichten erzählen. Da kann man auch gut verstehen, warum sie mehrfach in Amerika viel Erfolg hatten.

Die eigene Produktion, das Lied "Wampert san ma, is net gout, es muss weg der Speck, is besser für ihn und das Weib, kann ma's Leben mehr genießen, i und mei Weib", löste Begeisterungsstürme aus. Wie andächtig und fein sie auch singen können, bewiesen Ingrid und Franz Gericke im Heimatlied und der Verbeugung vor dem Ehenbachtal.

Der achtjährige Johannes Popp aus Hausen war gesundheitlich angeschlagen, mochte aber im Heimatdorf nicht fehlen. Neu in Hausen waren Erwin Prokril und Reinhold Styra aus Pilsheim sowie Simon Schmidt aus Salleröd, der mit der Steirischen spielte. Dazwischen erzählte Astrid Geitner Geschichten und Witze.
Dass Thomas Geitner, der Sohn, und Maxl Heimler aus Hohenburg (Horn) gute Musikanten sind, hörte man ganz schnell. Der "Jackl", eine Institution in Hausen, war ebenso im Programm wie die in der ganzen Oberpfalz geschätzten und bekannten Geschwister Helga und Marita Winterer aus Schwarzenfeld, die seit 40 Jahren (was man ihnen nicht ansieht) viel Freude nicht nur beim Schwarzenfelder Sänger- und Musikantentreffen verbreiten. Sie haben als Duo ausnehmend schöne und für ihre Literatur passende Stimmen.

Ein Lied vom Roider Jackl wurde im Saal gerne mitgesungen: "Des waar a gouts, a echtes, gsüffiges und gschmackiges Bier". Wer gekommen war, hat es nicht bereut.
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