14.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

"Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück": Bezaubernde Selbstfindung mit Simon Pegg Poetischer Trip rund um die Welt

In "Shaun of the Dead" kämpfte er gegen Zombies, in "Hot Fuzz" gegen eine mörderische Bürgerwehr, in "Star Trek" ist er der neue Scotty. Jetzt zeigt sich der englische Kult-Komiker Simon Pegg von einer anderen Seite und kämpft um das Glück.

Ganz oben angekommen: Hector (Simon Pegg) findet einen Moment des Glücks auf dem "Dach der Welt" in Tibet. Bild: Egoli Tossell Film
von Agentur DPAProfil

Durch die Sitcom "Spaced" und als Hauptdarsteller in Edgar Wrights sogenannter Cornetto-Trilogie mit den Filmen "Shaun of the Dead", "Hot Fuzz" und jüngst "The World's End" wurde Pegg an der Seite von Nick Frost in England zum Comedy-Star. In seinem neuen Film zeigt er sich jetzt von einer ganz anderen Seite. "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" ist, wenn auch durchaus humorvoll, alles andere als eine Persiflage. Es ist eine bezaubernde, fast poetische Geschichte über Glück und den Sinn des Lebens geworden.

Ausbruch aus dem Alltag

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Weltbestseller von François Lelord aus dem Jahr 2002 und erzählt die Geschichte des Psychotherapeuten Hector, der aus seinem eingefahrenen Leben in London ausbricht, weil er herausfinden will, was Menschen wirklich glücklich macht. Nur wenn er das weiß, so seine Überlegung, kann er seinen Patienten, darunter eine Veronica Ferres als Hippie-Wahrsagerin, wirklich helfen.

Und so packt er, dessen Leben vor allem aus immer gleichbleibenden Mustern bestand, seinen Rucksack und macht sich auf eine beeindruckende Reise um die Welt - nach China, nach Afrika und schließlich zu seiner großen Liebe Agnes (Toni Collette) nach Los Angeles. Er freundet sich mit einem schwerreichen Banker (Stellan Skarsgård) an, einem gefährlichen Drogenboss (Jean Reno), einem Mönch und einer afrikanischen Großfamilie.

Futter fürs Notizbuch

Und immer dann, wenn ihm jemand seine Vorstellung vom Glück verrät, schreibt er sie in sein Notizbuch. 15 Glücksregeln sind es, die er schließlich gesammelt hat. Zu Hause wartet die ganze Zeit seine hübsche Freundin Clara (Rosamund Pike) darauf, wann er denn endlich zu ihr zurückkommt - und ob überhaupt.

Nicht nur wenn man bedenkt, dass Regisseur Peter Chelsom auch für das Jugendspektakel "Hannah Montana - Der Film" verantwortlich ist, ist "Hectors Reise" ein bemerkenswerter, liebevoller und sehr intelligenter Film mit ganz viel Witz geworden - eine Art Selbstfindungstrip wie einst Julia Roberts' "Eat pray love" mit tollen Bildern aus fernen Ländern, einem starken Hauptdarsteller Pegg - und Oscar-Preisträger Christopher Plummer in der Rolle eines Glücksforschers als Zugabe.

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"Hector and the Search for Happiness" (Originaltitel) - Regie: Peter Chelsom - Mit Rosamund Pike, Simon Pegg, Toni Collette, Stellan Skarsgård, Jean Reno, Christopher Plummer, Veronica Ferres - Musik: Dan Mangan, Jesse Zubot - frei ab 12 Jahren - 119 Minuten - www.hectorsreise.de

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