Heilpraktikerin Hermine Nerl referiert über klassische Homöopathie - Frauenfrühstück
Den ganzen Menschen behandeln

Was leistet die klassische Homöopathie? Dieser Frage ging Heilpraktikerin Hermine Nerl aus Maxhütte-Haidhof beim Frauenfrühstück nach, zu dem die Gruppe Arche Noah ins Mehrzweckhaus eingeladen hatte.

Nach dem sich die 40 Frauen am reichhaltigen Frühstücksbuffet in gemütlicher Runde gestärkt hatten, bekräftigte Heilpraktikerin Hermine Nerl: "Die klassische Homöopathie ist auf dem Vormarsch. Das zeigt sich immer mehr." Sie zeigte den Unterschied zwischen klassischer und komplexer Homöopathie auf. "Bei der klassischen Art wird mit Einzelmitteln gearbeitet, bei der komplexen Homöopathie werden Mittel kombiniert und zusammengemixt, was aber nie so effektiv ist."

Der 1755 geborene Samuel Hahnemann sei zwar nicht der Erfinder der Homöopathie, "aber er hat das aufgearbeitet was zur damaligen Zeit bereits vorhanden war". Hermine Nerl: "Hahnemann hat sieben Jahre in Meißen als Arzt praktiziert, dann aber aufgegeben, weil die Medizin damals sehr begrenzt war. Er hatte erkannt, dass die Menschen länger leben, wenn sie ein richtiges Bett, eine trockene Wohnung und vernünftiges Essen haben."

Anhand verschiedener Beispiele erläuterte die Referentin die Behandlungsweise der Heilpraktiker. "Jeder Mensch hat andere Lebenssituationen und andere Anlagen von seinen Vorfahren mitbekommen." Wenn die Lebenskraft durch andere Einflüsse gestört werde, sei es durch seelischen Stress, Ängste oder dergleichen, seien die Immunglobuline unten und der Mensch werde krank, so Nerl.

Zeit nehmen

Die erste Frage eines guten Heilpraktikers sei deshalb: "Was ist passiert, bevor Sie krank wurden?" Ein weiterer Hinweis auf die Qualität und Fachkenntnis des Homöopathen sei, dass die erste Sitzung mindestens zwei bis drei Stunden dauere. "Man braucht Zeit, um die Ursache und eine Lösung zu finden." Hermine Nerl stellte fest: "Ohne Schulmedizin geht es nicht, ohne Homöopathie aber auch nicht!" Viele Krankheiten könnten ohne chemische Keule auf natürliche Weise behandelt werden. "Echte Heilung kann nur erreicht werden, wenn der ganze Mensch behandelt wird." Dabei müssten Körper, Geist und Seele im Einklang sein.

Nichts für Laien

Im Laufe ihres Vortrags ging Hermine Nerl auch auf die Unterschiede zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde ein und wies auf die Gefahren hin, wenn Laien homöopathische Mittel anwenden. Es gelte immer Hilfe und Nebenwirkungen genau abzuwägen. Ganz klar sprach sich die Referentin gegen Grippeschutzimpfungen aus. "Aber es ist Ihre Entscheidung, ob Sie sich impfen lassen."
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