04.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

"Hercules": Dwayne "The Rock" Johnson als muskelbepackter Halbgott mit Selbstzweifeln Hünenhafter Held haut heftig hin

Zeus-Sohn Herkules musste schon für zig Hollywoodfilme herhalten. Halb Mensch, halb Gott gibt es ihn in diesem Jahr gleich doppelt im Kino. Nach "Legend of Hercules" mit Kellan Lutz zeigt nun Dwayne Johnson in dem Action-Spektakel "Hercules" seine Muskeln.

Hercules (Dwayne "The Rock" Johnson) schwingt seine Keule gegen jeden, der sich ihm in den Weg stellt. Mit den klassischen Vorbildern hat Brett Ratners Heldenfilm nicht mehr sehr viel zu tun. Bilder: Paramount
von Agentur DPAProfil

Wie gut, dass der ehemalige Wrestler Dwayne "The Rock" Johnson so stark ist. Hollywoods Muskelpaket aus Filmen wie "Fast & Furious" und "G. I. Joe" nimmt es in "Hercules" mit neunköpfigen Schlangen, riesigen Löwen, furchterregenden Kriegern und einer Flut von Pfeilgeschossen auf. Regisseur Brett Ratner ("Rush Hour", "X-Men - Der letzte Widerstand") wirbelt sie den Zuschauern in 3-D direkt ins Gesicht. Das neue Heldenepos aus Hollywood mit reichlich Spezialeffekten ist allerdings mehr als pure Action.

Comic als Vorlage

Die Fantasyverfilmung nach der Comicvorlage von Steve Moore nimmt es mit dem Mythos der griechischen Sage jedoch nicht ganz ernst. Wenn Hercules die Muskeln anspannt, zwinkert er auch mal in die Kamera. Seinen heldenhaften Ruf, als Sohn des Göttervaters Zeus mit übermenschlichen Kräften gesegnet zu sein, stellt er selbst infrage. Das macht den bärenstarken Kerl, der vielleicht doch nur ein Normalsterblicher ist, gleich sympathischer.

Seine ohnehin schon imposanten Muskelberge hat Johnson für seine Rolle als "Hercules" per Extratraining noch weiter anwachsen lassen. Er bestand darauf, alle Kampfszenen selbst zu spielen und schwenkte dabei die berüchtigte Keule ebenso wie scharfe Schwerter.

So zieht er mit einigen Söldnern und der Armee von König Cotys (John Hurt, "Alien") in die Schlacht um Thrakien. Dass Cotys ein doppeltes Spiel treibt, geht Hercules erst später auf. Glücklicherweise kann er sich auf seine treue Gefolgschaft verlassen. Dazu gehören der schräge Prophet Amphiaraus (Ian McShane, "Deadwood"), der seinen eigenen Tod ständig falsch voraussagt, der Messer wirbelnde Autolycus (Rufus Sewell, "Abraham Lincoln - Vampirjäger"), die furchtlose Amazone Atalanta (Ingrid Bolsø Berdal, "Hänsel und Gretel - Hexenjäger") und der Geschichtenerzähler Iolaus (Reece Ritchie, "Prince of Persia - Der Sand der Zeit").

Joseph Fiennes ("Shakespeare in Love") hat eine kleine Rolle als König Eurystheus. Das russische Model Irina Shayk, im echten Leben die Freundin von Fußballer Cristiano Ronaldo, spielt in ihrem ersten Filmauftritt die schöne Hercules-Ehefrau Megara. Die schwedische Newcomerin Rebecca Ferguson, die kürzlich den Zuschlag für "Mission: Impossible 5" erhielt, mimt die Tochter von König Cotys, die sich mit "Hercules" verbündet.

Besser als sein Vorgänger

Zwischen dem jüngsten "Hercules"-Film und seinem Vorgänger im Mai, "The Legend of Hercules", liegen Welten. Unter der Regie von Renny Harlin ("Cliffhanger") hatte sich "Twilight"-Vampir Kellan Lutz in den Halbgott verwandelt. Doch jene Heldensaga mit spröden Dialogen, nicht ausgefeilten Spezialeffekten und schnellen Schnitten glich mehr einem Videospiel. Regisseur Brett Ratner konnte es mit seiner "Hercules"-Adaption nur besser machen. Es sind 98 Minuten Actionspaß mit eindrucksvollen Kampfszenen und einem "Hercules", der sich nicht zu ernst nimmt. Selbst mit einem gewaltigen Löwenfell als Kopfschmuck macht Dwayne Johnson dabei noch eine gute Figur.

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Regie: Brett Ratner - Mit Dwayne Johnson, John Hurt, Ian McShane, Irina Shayk, Rufus Sewell, Joseph Fiennes - Musik: Fernando Velázquez, Johannes Vogel - 98 Minuten - frei ab 12 Jahren - www.hercules-movie.de

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