13.02.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Herta und Georg Schwitalla seit 50 Jahren ein Paar - Urenkel der ganze Stolz: Beim Tanz hat's gefunkt

Urenkel Fabian war einer der ersten Gratulanten bei Herta und Georg Schwitalla. Die Eheleute feierten goldene Hochzeit und sie taten dies zusammen mit ihren beiden Töchtern Lieselotte und Renate, deren Familien, den vier Enkeln und den Urenkeln Fabian und Julia.

von Autor ISProfil

Kennen gelernt haben sich die beiden an einem Kirchweihmontag in Schwarzenbach. Dem jungen Georg Schwitalla fiel die hübsche Herta aus Troschelhammer auf und kurzerhand bat er sie um den nächsten Tanz. Und aus diesem Tanz sind nun 50 Jahre geworden. Dass es ernst werden würde, hat Herta Schraml schon geahnt, als der Georg am Wochenende nach dem ersten Treffen mit dem Rad von Pressath aus nach Troschelhammer kam, um sie zu besuchen.

Zu Fuß auf die Frei

Samstags ging es dann immer zu Fuß nach Zintlhammer in die Gastwirtschaft Reger zum Tanz und dem jungen Mann machte es nichts aus, dass er zunächst genau in die entgegengesetzte Richtung nach Troschelhammer gehen musste, um die Freundin abzuholen. Und auch in der Nacht war er wieder fleißig unterwegs, um die Angebetete nach Hause zu bringen, bevor er selbst den Heimweg antreten konnte.

Im Februar 1954 war es dann soweit. Vor dem Standesamt in Dießfurt wurden beide vom damaligen Bürgermeister Michael Schupfern getraut. Anschließend ging es sofort nach Pressath, wo das Paar von Stadtpfarrer Martin Rohrmeier den kirchlichen Segen erhielt.

Georg Schwitalla war damals bei der Pressather Baufirma Reithmann (Jacham) als Straßenbauer beschäftigt. Später arbeitete er im Lager Grafenwöhr in der Snak Bar und als Kraftfahrer bei Martin Pravida. Die letzten 16 Jahre seines Berufslebens war er bei der Bundeswehr im Truppenübungsplatz Grafenwöhr beschäftigt.

Herta Schwitalla hatte nach dem Besuch der Volksschule die "Nähschule" absolviert und dann auch als Näherin lange Jahre ebenfalls bei der Bundeswehr in Grafenwöhr gearbeitet.

Fabian ist immer dabei

1956 hat sich das Ehepaar in Troschelhammer ein eigenes Heim gebaut, das später an die Tochter Lieselotte überging, die zusammen mit ihrem Mann das Haus erweitert und aufgestockt hat. Im Erdgeschoss dort fühlen sich die Jubilare in ihrer schmucken Wohnung sehr wohl und ihr liebstes Hobby ist es, mit Urenkel Fabian zu spielen. Georg Schwitalla hat aber darüber hinaus noch ein zweites großes Steckenpferd, nämlich die Feuerwehr Troschelhammer. Immer wenn Not am Mann ist, kann man ihn zusammen mit seinen Kollegen im Feuerwehrhaus sehen, wo sie sich um alles kümmern. Selbst an seinem Jubeltag war er dort, um Schnee zu räumen. "Der Fabian wird auch ein Feuerwehrmann", sagt der Urgroßvater und nimmt den Vierjährigen so oft wie möglich zu den Spritzenmännern mit.

Stadtpfarrer Ludwig Bock und Bürgermeister Anton Gareis überbrachten die Grüße der Pfarrei und der Stadt und wünschten für die Zukunft alles Gute.

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