Im SRZ-Exklusiv-Interview: "Da Huawa, da Meier und i" und ihr neues Programm "D'Würfel san ...
"Man kann ja aus seiner Haut nicht raus"

"Da Huawa, da Meier und i", das sind Christian Maier, Matthias Meier und Siegi Mühlbauer aus der Oberpfalz und aus Niederbayern. Als eine der erfolgreichsten Musik-Kabarett-Gruppen Bayerns sind sie quer durch den ganzen Freistaat unterwegs und spielen auf zahlreichen renommierten Bühnen - so auch dem Circus Krone in München. Nun präsentieren die Drei ihr neues Programm am 7. Mai in Sulzbach-Rosenberg.

Für die SRZ haben sie schon vor ihrem Auftritt am Dienstag exklusiv ein paar Fragen beantwortet.

SRZ: Wie kam es zur Gründung von "Da Huawa, da Meier und i"?

Die Gründung kam durch einen spontanen Auftritt zustande. Nach diesem erfolgreichen Gig haben wir beschlossen, uns der bayerischen Volksmusik, insbesondere der Lieder, die bei uns im Bayerwald seit Jahren nicht mehr gesungen wurden, zu widmen.

Dem Publikum hat es gefallen, dass wir die gefälligen Lieder auch auf unkonventionellen Instrumenten wie Waschbrett, Stahlhelm und Löffel oder dem Mörtelkübelbass interpretiert haben. Wir haben allmählich die Texte verändert bzw. aktualisiert, auch begonnen selbst Melodien neu zu erfinden und eigene Lieder zu schreiben.
Um was geht es in Euern Liedern?

Es geht um Geschichten aus dem Alltag, die den Zeitgeist unserer Gesellschaft widerspiegeln. Die Ideen dazu entstehen aus dem Leben und werden in etwas überspitzter Form verarbeitet.

Und speziell im neuen Programm?

Im aktuellen Programm beschäftigen uns z.B. die vielen Möglichkeiten der Energiegewinnung. Wir machen einen Ausflug ins Paradies der Tiere auf Erden. Oder wir spionieren in Nachbars Gartenanlage.

Im letzten Programm habt Ihr Euch als Frauen verkleidet. Gibt's diesmal auch Verwandlungen auf der Bühne?

Natürlich, wir machen ja seit Beginn des Trios schon "Typen-Musik-Kabarett". Es gibt keine amüsantere und direktere Art, eine Nachricht ans Publikum zu senden, als in die Rolle eines Betroffenen oder "Gemeinten" zu schlüpfen. Verraten tun wir allerdings nichts, aber Ihr werdet euch wundern . . .

Welche Instrumente habt Ihr im neuen Programm dabei?

Gitarre, Percussion, E-Bass, Mörtelkübelbass, Blockflöten, Trompeten und Tenorhörner, Steirische Harmonika und allerlei Kleinzeugs.
Wie wichtig ist die Musik zum Text?

Die Musik ist der Schlüssel, um das Tor zum jeweiligen Thema aufzusperren. Und unsere Lieblingsbeschäftigung.

Und wie wichtig ist der Dialekt?

Der Dialekt ist sehr wichtig. Vielmehr müssen wir von vielen bairischen Dialekten reden. Das ist eigentlich das wichtigere. Man kann gleich hören, wo einer herkommt, und das sogar auf wenige Kilometer genau.

Was ist gleich geblieben, was hat sich verändert in 13 Jahren?

Es hat sich einiges verändert, aber der Spaß, die Beständigkeit, die Spontaneität auf der Bühne und die Freude, mit dem Publikum zu arbeiten, sind gleich geblieben. Aber geändert hat sich auch einiges. Sei es Instrumentarium, Lieder, Musik sowie die Themen, die wir ansprechen. Beim neuen Programm "D'Würfel san rund" gehts oft sehr in die Tiefe der Gesellschaftskritik, aber charmant mit einer Menge an Humor und Unterhaltungswert. Wir sind beständig geblieben. Man kann ja aus seiner Haut nicht raus.

Wie gefällt es Euch in Sulzbach-Rosenberg?

Uns gefällt, dass es eine Musikschule gibt. Das Rathaus ist ja auch nicht schlecht, und wir mögen den Oberpfälzer Dialekt. Also, wir freuen uns auf Sulzbach!
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