In Altglashütte stehen Investitionen im sechsstelligen Bereich an - Förderverein braucht ...
Freibad geht nicht baden

Der Vorsitzende des Förderkreises für das Freibad Altglashütte, Engelbert Träger, brachte zur Jahreshauptversammlung eine Schreckensnachricht mit: "Am 1. April kam es zu einem irreparablen Schaden am Heizkessel." Es war kein Aprilscherz, sondern eine voraussichtlich 46 000 Euro (ohne Steuer) teure Realität.

Tatenlos das Ende der weithin beliebten Freizeiteinrichtung hinnehmen, das wollte in der Gaststätte Blei niemand. Der Vorstand wurde ermächtigt, gemeinsam mit der Stadt Bärnau einen umgehenden Austausch der 1970 in Betrieb genommenen Heizzentrale in Angriff zu nehmen. Zur Sprache kam die Möglichkeit, für das Herzstück des Bades nicht nur Kauf-, sondern genauso Leasingalternativen zu prüfen.

Wobei aller Schrecken zumindest einen positiven Aspekt habe. Ein Brennwertkessel - geprüft werden darüber hinaus Pellets- oder Hackschnitzelheizungen - ließe den Ölverbrauch um rund ein Drittel sinken. Um die Energie ging es auch, als weitere 65 000 Euro zur Sprache kamen. So viel kostet die Abdeckung der Wasserfläche.

Diese Investition wird bei den anstehenden Gesprächen eine wichtige Rolle spielen. Nachfragen bei anderen Bädern bestätigten ein Öl-Einsparpotenzial von 50 Prozent. Alleine zahlen kann all das der Förderkreis nicht. Bärnaus Bürgermeister Peter Hampel gab sich aber durchaus optimistisch. Die Stadt werde sich den Sorgen nicht verschließen und versuchen, beispielsweise in Form einer Vorfinanzierung zu helfen.
Ganz blank steht der Förderkreis im Übrigen nicht da. Kassier und Schwimmmeister Siegfried Walter präsentierte einen beachtlichen Vermögensstand: "Er litt allerdings durch die schlechten Witterungsbedingungen in der Saison 2008. Wenn das Wetter passt, stimmen auch die Besucherzahlen." Neben Eintrittsgeldern und Mitgliedsbeiträgen kommt einem Umstand ein Stellenwert zu, den Hampel, das Flosser Marktoberhaupt Günter Stich und zweiter Bürgermeister Ernst Gruber aus Flossenbürg würdigten. So würde es ohne das ehrenamtliche Engagement auf der Altglashütte schon lange kein Bad mehr geben. Es bleibe die Hoffnung, dass die zuständigen Gremien mit einem Griff in die Gemeindesäckel helfen würden.

Zügig und reibungslos ließ sich die Neuwahl abwickeln. Engelbert Träger bleibt an der Spitze des Vereins. Ihm stehen Alexander Achatz, Martin Walter, Siegfried Walter, Thomas Meiler, Alfred Wolf, Alois Hanke, Ernst Gruber, Reiner Blei, Rudi Völkl und Stefan Meiler zur Seite.
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