18.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

In der Schule für individuelle Lernförderung ging es rund - Tolle Schau von "Learning Campus" Gaukler, Räuber und Musikanten

Eine große Bühne für Zirkusleute, Räuber, Ritter, Zauberer und Sänger tat sich am Freitag in der Schule für individuelle Lernförderung auf. "Learning Campus" hatte Eltern und Großeltern von 140 Kindern zu einer bewegenden und bunten Schau geladen. Sie bildete den Abschluss der zweiten Woche der jeweils ganztägigen Ferienbetreuung.

Die Campus-Voices- Perkussionsgruppe brachte ordentlich Rhythmus und Schwung in die Bude. Bilder: do (2)
von Walther HermannProfil

Bevor Clown Jonas eine Stunde mit viel Spaß ankündigte, dankte Guido Kamitz den motivierten Betreuern für deren hervorragende Arbeit. Er bescheinigte ihnen, dass sie gemeinsam an einem Strang gezogen haben. "Nun wollen Ihnen die Kinder Learning Campus vorstellen", kündigte der Leiter der Ferienbetreuung an. In stetem Wechsel lief ein szenenreiches Programm ab, mit dem die Kinder den Zuschauern mit großer Freude und Begeisterung Ausschnitte aus ihrem Wochengeschehen präsentierten. Mit regem und auch spontanem Applaus honorierten diese die Leistungen der jungen Akteure. Wiederholt traten Teilnehmer von "Campus Voices", der Musikwoche mit Markus Engelstädter auf. Sie begannen mit "Story of my life" und steigerten sich bis zum Ende der Bühnenschau als Solisten und Chor von "All of me" bis zu "We will rock you". Besonders effektvoll verlief der Auftritt einer Mädchenrunde, die beim Popo-Klatschen mit unterschiedlich prallen Luftballonröhren das Kinderlied "Meister Jakob" anstimmte. Auch eine Perkussionsrunde trat mit großer Vielfalt an Instrumenten auf.

Sprung ins Mittelalter

Eine quirlige Schar junger Mädchen lieferte eine bunte Akrobatikschau ab. Am Rand der Bühne stand ein großes Schiff. Als Kapitän "Alessandro" verkündete "Wir haben ein Schiff gebaut, wir haben ein Floß gebaut, wir haben eine Pumpe gebaut, wir sind im Rußweiher gefahren, es war sehr lustig", erhielt er dafür lautstarke Zustimmung seiner Besatzung. Das Floß und die mächtige Windradpumpe hatten die jungen Baumeister vor der Schule aufgestellt. Plötzlich war das Mittelalter präsent. Eine Schar von Kriegsleuten zog helmbewehrt und mit Schwertern bewaffnet mit einem Fähnrich durch den Saal zur Bühne. Ohne erkennbaren Anlass entstand ein "gar schauriges Kampfgetümmel" mit kleinen Schaueinlagen bis alle niedergestreckt am Boden lagen. Am Ende feierte die kleine Heerschar fröhliche Auferstehung.

Mit Zauberern und Jongleuren war Szenenwechsel angesagt. Mit viel "Abrakadabra Simsalabim" und "Enemenemei" verschwanden Tücher, wechselten sich zauberhafte Fingerspiele ab und jonglierten die kleinen Zirkuskünstler unter Begleitung von Helene Fischers "Atemlos" mit Tellern. Sie zauberten mit Tassen, Spielkarten und Ringen, die selbst ein Papa nicht mehr trennen konnte.

Guido Kamitz hütete während der Schau einen mittelalterlichen Goldschatz. Der Beutel war fest an seinem Gürtelbund geschnallt. Doch nun waren die Räuber los. Sie stürmten durch den Saal zur Bühne, machten Beute und verließen triumphierend die Stätte des Überfalls.

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