05.05.2007 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

In Freudenberg werden Ortsheimatpfleger berufen - Ansprechpartner Authentisches erhalten

Die Heimatpflege in der Gemeinde Freudenberg bekommt ein neues Fundament. Wie in vielen anderen Kommunen des Landkreises gibt es jetzt auch hier Ortsheimatpfleger für die verschiedenen Gemeindeteile. In Lintach kamen sie zu einem ersten Informationsaustausch zusammen.

von Autor (gri)Profil

Die Berufung von Ortsheimatpflegern ist Teil des landkreisweiten Konzeptes der Heimatpflege. Geplant war, neben der Installation von sechs Kreisheimatpflegern ein möglichst flächendeckendes Netz von heimatkundlich interessierten Ansprechpartnern in den einzelnen Ortschaften zu knüpfen. Sie sollen vor Ort Informationen sammeln und archivieren, den historischen Bestand pflegen und Veranstaltungen begleiten.

"Heimatpflege umfasst ein breites Spektrum", erklärte Kreisheimatpfleger Dieter Dörner bei der Sitzung im Gasthaus Rehaber. Die Tätigkeitsfelder reichten von der Denkmalpflege, über die Betreuung archäologischer Funde, die Auswertung von Archiven bis hin zur Pflege von Musik, Brauchtum und Tracht. Die Ortsheimatpfleger müssten keine "Alleskönner" sein, sie sollten sich ihre Schwerpunkte vielmehr selbst erarbeiten.

Für den Gemeindeteil Freudenberg-Wutschdorf stellte sich Reinhard Dähne als Ortsheimatpfleger zur Verfügung, für Aschach Alfred Schorner. Den Gemeindeteil Lintach betreut Hans Schwarz und für Etsdorf ist Hans Kurz zuständig. "Wir haben hier lauter Personen, die für ein solches Amt prädestiniert sind", sagte Bürgermeister Norbert Probst. Leider sei noch niemand für Hiltersdorf-Paulsdorf gefunden. Der Bürgermeister zeigte sich aber zuversichtlich, dass diese Lücke bald geschlossen werden kann.

Kreisheimatpflegerin Martha Pruy (Schnaittenbach) warb darum, "der authentischen Oberpfälzer Volksmusik einen höheren Stellenwert einzuräumen". Gerade die Gemeinde Freudenberg sei für ihre vielen Musikanten bekannt, "allerdings schwimmen die meisten auf der volkstümlichen Welle". Dabei verfüge die ganze Gemeinde über ein reichhaltiges volksmusikalisches Erbe, das nur beachtet und entsprechend gepflegt werden müsste. "Es wäre schade, wenn das Authentische verloren ginge", sagte sie.

Bürgermeister Probst gab für alle Beteiligten eine Brotzeit aus. Die neuen Ortsheimatpfleger vereinbarten, sich alle drei Monate zum Erfahrungsaustausch zu treffen.

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