In Tirschenreuth heißt es FSV gegen FC - SC Mähring will auch in Selb punkten - Kondrau braucht ...
Stadtderby überstrahlt die Kreisliga

Am Mittwoch holte der SV Poppenreuth (links Carsten Adam) mit dem 2:1-Erfolg beim ASV Waldsassen (rechts Markus Knörrer) drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Am Sonntag gastiert der SVP bei der SpVgg Wiesau und der ASV tritt beim ATSV Tirschenreuth an. Bild: Gebert
Tirschenreuth. (kap) Im Mittelpunkt des 26. Spieltages der Kreisliga Marktredwitz steht natürlich das Stadtderby zwischen dem FSV (9./31) und Spitzenreiter FC Tirschenreuth (1./59). Vom Tabellenstand her gesehen eigentlich eine klare Angelegenheit. Aber Derbys unterliegen eben eigenen Gesetzen. Bereits am Samstag plant der SC Mähring (12./27) seine kleine Erfolgsserie beim Mitkonkurrenten FC Selb (15./24) fortzusetzen.

Die SpVgg Wiesau (2./52) will mit einem Sieg den zweiten Tabellenplatz absichern, der Gast aus Poppenreuth (13./26) benötigt dringend jeden Zähler im Kampf gegen den Abstieg. Ähnliches gilt für die Sportfreunde Kondrau (14./24). Gehen sie gegen den TV Selb-Plößberg (4./42) als Verlierer vom Platz, verschlechtert sich die Situation der Hausherren dramatisch.

FC Selb       Sa. 15 Uhr       SC Mähring
Zwei Heimniederlagen in Folge verschlechtern die Lage der Oberfranken enorm. Gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt stehen die Gastgeber somit gewaltig unter Erfolgsdruck. Weitaus besser läuft es zur Zeit bei den Gästen. Nach vier Siegen und einem Remis strotzen sie vor Selbstbewusstsein und wollen auch die anstehende Aufgabe siegreich meistern. "Wir sind gut drauf", freut sich SC-Spielleiter Stefan Schneider. Er ist überzeugt, auch in Selb zu gewinnen. Erstmals in dieser Saison steht der komplette Kader zur Verfügung.
TSV Konnersreuth       Sa. 16 Uhr       SV Mitterteich II
Alte Bekannte aus früheren gemeinsamen Zeiten treffen sich in diesem Prestigeduell. Im Kader der Hausherren stehen einige Akteure, die schon das Mitterteicher Trikot trugen. Freundschaftlich wird es dennoch nicht zugehen, will doch keiner gern verlieren. Große Personalsorgen plagen TSV-Trainer Rudi Tragl. Zu den vier bisherigen Ausfällen gesellen sich Markus Wenisch und Jonas Baumgärtner. Zehn Remis stehen bei den Gästen zu buche. Deshalb ist es für deren Trainer Markus Siller an der Zeit, wieder einen Dreier zu landen. Das wäre für ihn der endgültige Klassenerhalt.

ATSV Tirschenreuth       So. 15 Uhr       ASV Waldsassen
Theoretisch ist der Klassenerhalt noch drin, aber ATSV-Spielleiter Stefan Reinl mag gar nicht mehr daran glauben. "Wir versuchen, die Saison anständig über die Runden zu bringen", appelliert Reinl an die Ehre der Spieler. Gastgeschenke wird es ebenfalls nicht geben. Das wäre für Reinl unfair anderen Mannschaften gegenüber. "Zwei Niederlagen in Folge haben uns unnötig in eine prekäre Lage gebracht", trauert ASV-Coach Klaus Bauer den letzten zwei Wochen nach. Die Partie in der Kreisstadt ist für ihn das schwerste Spiel der Saison, denn die Heimelf hat nichts mehr zu verlieren. "Wenn wir die heimischen Abwehrschwächen nutzen, ist ein Sieg möglich", sagt Bauer. Rotgesperrt sind Torwart Jan Altrock und Daniel Bindl.
TSV Thiersheim II       So. 15 Uhr       VfB Arzberg
Achtbar zog sich die Heimelf beim Tabellenführer aus der Affäre. Das gibt Mut für das oberfränkische Duell. Vom klaren 3:0-Hinrundensieg will sich TSV-Vorsitzender Karl-Peter Mötsch jedoch nicht blenden lassen. Die Personallage hängt wie gewöhnlich von der Landesligamannschaft ab. Zwei Niederlagen in Folge holten die Gäste auf den Boden der Tatsachen zurück. Den zweiten Tabellenplatz können sie sich abschminken. Trotzdem ist es für VfB-Trainer Robert Nothhaft an der Zeit, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Rotgesperrt ist Fiterer.

TSV Waldershof       So. 15 Uhr       ASV Wunsiedel
Nicht einverstanden mit der Leistung war TSV-Trainer Stefan Schindler gegen Selb. Da es jetzt richtig eng wird, fordert er gegen die Oberfranken vehement einen Dreier. Pikanterweise hat bei denen der zukünftige Waldershofer Trainer Bernd Lauterbach noch das sportliche Sagen. Ein Grund mehr, dass sich die heimischen Akteure besonders anstrengen. "Wenn es uns gelingt, erneut diszipliniert wie gegen Tirschenreuth aufzutreten, ist ein Sieg durchaus drin", glaubt ASV-Coach Bernd Lauterbach. "Dann wären wir endgültig auf der sicheren Seite."
SpVgg Wiesau       So. 15 Uhr       SV Poppenreuth
Abgehakt hat SpVgg-Trainer Mario Gebhard die Meisterschaft. Nun gilt es, denn zweiten Tabellenplatz nach Hause zu bringen. Dazu gehören natürlich Siege. "Gegen Poppenreuth wird das nicht einfach", weiß Gebhard. "Die Gäste bevorzugen die rustikale Art Fußball zu spielen. Wir werden uns demnach auf eine härtere Gangart einstellen." Mario Gebhard, Matthias Kreuzer und Michael Hecht fallen verletzt aus. Kollege Matthias Ascherl weiß um die technischen und spielerischen Fähigkeiten der Hausherren. Wichtig wird es sein, sie schon im Mittelfeld nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Janson ist beruflich verhindert, ein Fragezeichen steht hinter Janovsky. Dafür stoßen Kleindienst und Gül wieder zum Kader.

FSV Tirschenreuth       So. 15 Uhr       FC Tirschenreuth
Mit dem 5:0-Sieg in Selb betrieb die Heimelf beste Werbung für das Stadtderby. Trotzdem bleibt FSV-Trainer Jürgen Ströll auf dem Teppich. "Alles andere als eine Niederlage gegen den Favoriten käme einer kleinen Sensation gleich. Wir sind klarer Außenseiter, werden uns aber zu wehren wissen." Personalsorgen gibt es keine. Einen schwachen Auftritt sah FC-Trainer Jürgen Schmidkonz seiner Truppe in Wunsiedel. "Gegen äußerst defensiv eingestellte Mannschaften tun wir uns einfach schwer." Ähnliches erwartet die "Gäste" auch im Derby. "Als Tabellenführer musst du solche Spiele einfach siegreich gestalten." Bis auf Florian Trißl sind alle einsatzfähig.
SF Kondrau       So. 15 Uhr       TV Selb-Plößberg
Vier Niederlagen in Folge strapazieren die Nerven der Sportfreunde gewaltig. "Wir befinden uns mitten im Abstiegskampf. So hatte ich mir das nicht vorgestellt", weiß SF-Coach Sascha Haberkorn um die prekäre Lage. "Wir geben nicht auf und kämpfen bis zum Schluss um den Klassenerhalt", verspricht er. Ein Sieg über die Oberfranken ist absolute Pflicht, aber die Personallage bessert sich nur gering. Haberkorn hofft inständig auf die Rückkehr von Torjäger Alexander Grüner. Kondrau kennt TV-Coach Daniel Micklisch lediglich vom Vorrundenspiel. "Ich habe gehört, dass die Sportfreunde auf eigenem Gelände jedem Gegner gefährlich werden."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.