01.09.2007 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Informationsveranstaltung über alternatives Abwasserentsorgungskonzept: Wittschauer wollen's wissen

Abwasserentsorgung nach dem gemeindlichen Konzept mit einer gemeinsamen Anlage Döllnitz-Wittschau-Preppach oder jeder Ortsteil eigenständig? Als Alternative stellte die Projektgruppe "Abwasser" den Wittschauern ihr Konzept "Hydronomo-Saugsystem plus Pflanzenkläranlage" vor.

von Ernst FrischholzProfil

Zu der Info-Versammlung hatte die Ortsgemeinschaft Wittschau eingeladen. Sprecher Anton Simon erläuterte gegenüber der Projektgruppe und Bürgermeisterin Waltraud Benner-Post, dass bei dem Treffen in Döllnitz die Gesamtlösung schon vorgestellt wurde. Die Wittschauer wollen sich nun die Alternative der Projektgruppe vorstellen lassen, um dann auch entscheiden zu können, welchen Weg sie gehen wollen.

Niemand zwingen

Jakob Landgraf betonte, dass die Projektgruppe niemand zu dieser Lösung zwingen wolle. Auftrag und Ziel sei, den Bürgern eine kostengünstige Alternative anzubieten. CSU-Sprecher Bernhard Kammerer, als Döllnitzer selbst ein Betroffener, hob heraus, dass er sich mit dem Gemeindekonzept nicht anfreunden könne. "Aber wir sagen nicht nur nein, sondern bieten auch Lösungen an", sagte Kammerer, der dann das Konzept der Projektgruppe vorstellte.

Er erklärte, dass nach der Abwasserstudie der Gemeinde bei den Herstellungskosten für eine gemeinsame Anlage alle Anschließer, so auch Wittschau, pro Quadratmeter Geschossfläche 15,12 Euro Herstellungsbeiträge zahlen müssten.

Bei den Abwassergebühren fielen bei einem Mittelverbrauch von 35 Kubikmeter pro Person im Jahr für den Kubikmeter 3,89 Euro an. Die Tendenz zeige jedoch, dass der Verbrauch zurückgeht. Bei 30 Kubikmeter wären es schon 4,54 Euro.

Die Alternativlösung, eine eigene Anlage nach dem Konzept der Projektgruppe zu betreiben, würde für Wittschau alleine 255 000 Euro kosten. Nach Abzug der staatlichen Förderung von 178 500 Euro verbliebe noch ein Eigenanteil von 76 500 Euro. Aufgeteilt auf Geschossflächen käme damit ein Betrag von 7,65 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche zum tragen. Grundstücksflächen werden in keine der Berechnungen mit einbezogen.

1,59 Euro pro Kubikmeter

Bei den Abwassergebühren würde Wittschau bei einem Mittelverbrauch von 35 Kubikmeter pro Person und Jahr bei einer Kubikmetergebühr von 1,59 Euro liegen. Fragen gab es auch zum System selbst. Kammerer erläuterte, dass solche Anlagen in einer Vielzahl, wenn auch nur einmal in Bayern, ohne Störungen optimal laufen würden.

Auflagen des Umweltministeriums könnten ohne Probleme erfüllt werden, so dass die Zusicherung der Förderung als "Pilotprojekt" treffen und die gesetzlich vorgegebenen 70 Prozent Förderung auch hier greifen würden. Ohne eine staatliche Förderung sei eine Verwirklichung ausgeschlossen.

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