Innenminister Herrmann fordert mehr Akzeptanz für Familien - Festredner bei CSU Neukirchen
"Kindergeschrei ist Zukunftsmusik"

1963: Die Fußball-Bundesliga nimmt den Spielbetrieb auf, die Ära Konrad Adenauers endet, John F. Kennedy spricht seine berühmte Worte "Ich bin ein Berliner". Und in der Oberpfalz gründen elf Personen den CSU-Ortsverband Neukirchen. Zur Feier dieses Ereignisses vor 50 Jahren kam der bayerische Innenminister Joachim Herrmann in den Saal des "Neukirchner Hofs".

Zu Beginn würdigte 1. Vorsitzender Peter Achatzi die Leistung aller Engagierten in den vergangenen Jahrzehnten. Von den elf Gründungsmitgliedern sind heute noch zwei am Leben. Einer davon ist der ehemalige Bürgermeister Neukirchens und Ehrenvorsitzende des CSU-Ortsverbands, Erich Birzer. Er war der berufene Mann für einen Streifzug durch die Chronik.

"Damals gab es Verbände nur auf Kreisebene. Neukirchen war also mit der Gründung des Ortsverbands am 5. Oktober 1963 der Pionier", erklärte er. "In der langen Schaffenszeit prägte die CSU in Neukirchen und der Umgebung das politische und gesellschaftliche Geschehen."

Vater stammt aus Amberg

Großer Applaus begleitete dann den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann auf den Weg zum Rednerpult. Seine Verwurzelung mit der Region ist durchaus vorhanden: Er selbst stammt aus Mittelfranken, sein Vater aus Amberg.

Ein echter Grund zu feiern sei die interessante, 50-jährige Geschichte des Ortsverbandes Neukirchen. Und in Zeiten von Facebook und Twitter sei es auch mal wieder schön, sich persönlich für so ein Ereignis zu treffen. "Demokratie lebt vom Engagement der Bürger - und zwar nicht nur zu den Wahlen, sondern kontinuierlich und langfristig. Nur so schafft man eine Brücke zwischen politischem und gesellschaftlichem Leben", so Herrmann.

"Heute Vorzeige-Regionen"

Die Politik Ludwig Erhards und Konrad Adenauers, die Einführung der D-Mark, die soziale Marktwirtschaft und das Grundgesetz seien die wesentlichen Rahmenbedingungen für das Wirtschaftswunder in der Nachkriegszeit. Herrmann stellte heraus, dass Bayern und die Oberpfalz nach dem Krieg vergleichsweise arm gewesen seien. "Nur durch enormes Engagement der Bürger konnten sich die Oberpfalz und Bayern zu Vorzeige-Regionen entwickeln", betonte der Minister.

Zu den aktuellen Zielen gehörten Reformen im Länderfinanzausgleich, um mehr Geld im Freistaat zu belassen, das beispielsweise in Bildung und Kinderbetreuung investiert werden könne. "Kindergeschrei ist Zukunftsmusik", forderte er mehr Akzeptanz für Familien mit Kindern. Ein großes Anliegen sei ihm die Sicherheit der Bürger, die den aktuellen Zahlen nach in Bayern und der Oberpfalz überdurchschnittlich zufriedenstellend sei.

Ausklang mit Bayernhymne

Grußworte sprachen der Bundestagsabgeordnete Alois Karl, Landtagsabgeordneter Heinz Donhauser, Landrat Richard Reisinger und CSU-Kreisvorsitzender Dr. Harald Schwartz. Danach ließ die Abordnung der Bergknappenkapelle aus Sulzbach-Rosenberg den offiziellen Teil mit der Bayernhymne ausklingen.
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