13.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Interview mit "Mr. Sportabzeichen" Franz Seidl - In 25 Jahren Ferienolympiade etwa 2000 ... Freizeitsportler auf Trab gebracht

Franz Seidl, Leiter der Interessengemeinschaft Sportabzeichen. Bild: agr
von Autor AGRProfil

Seit fast 30 Jahren bringt er die Neunburger in Bewegung: Unter der Ägide von Franz Seidl ist das Sportabzeichen zu einer Veranstaltung für die gesamte Familie geworden. Anlässlich der 25. Ferienolympiade befragte ihn NT-Mitarbeiter Alfred Graßmann über seine Passion.

Wie kamen Sie zum Sport und den daraus entstandenen Ideen wie Sportabzeichen und Lauftreff?

1985 wurde ich nach meinem Studium an das Finanzamt Neunburg versetzt. Ich beteiligte mich sofort an der hiesigen Sportabzeichen-Aktion unter dem Gründervater Karl Sailer, da ich bereits während meiner Bundeswehrzeit in Neunburg seit 1972 Sportabzeichen-Prüfer war. 1987 verstarb Karl Sailer und ich übernahm die Aktion und gründete die Interessengemeinschaft (IG) Sportabzeichen mit den Vereinen 1.FC Neunburg, SV Seebarn und SV Schwarzhofen. 1991 rief ich den Lauftreff ins Leben, um die Ausdauer der Freizeitsportler zu steigern.

Was gab den Ausschlag dazu, vor 25 Jahren die Ferienolympiade ins Leben zu rufen?

Den Begriff der "Ferienolympiade" hat der pensionierte Sportlehrer Lothar Waltz aus Schwandorf vor 30 Jahren erfunden. Ich habe die Ferienolympiade für Kinder und Jugendliche in der noch heutigen Variante "Drei Tage Sport, Spiel, Spaß" konzipiert.

Wie viele Kinder und Jugendliche haben bei der Ferienolympiade teilgenommen, woher kamen die Teilnehmer und was waren die besten Ergebnisse?

Im Durchschnitt beteiligen sich an den drei Tagen rund 80 Kinder, somit insgesamt etwa 2000 Teilnehmer in 25 Jahren. Die aktivste und weitest angereiste Familie war in den Jahren 2000 bis 2005 die fünfköpfige Familie Rossek aus Brandenburg (Verwandte von Seidl, Anm. d. Red.). Die Eltern - beide Sportlehrer - hatten ihre Kinder von klein auf zum Sport motiviert und errangen neben den jeweiligen Sportabzeichen auch den Familienpokal.

Bei den besten Ergebnissen führe ich einen jungen Mann namens Alexander Süß an, der vor 25 Jahren geboren wurde und als 12-jähriger schon weite Sprünge über vier Meter machte und sich als Jugendlicher auf über sechs Meter steigerte und das mit einer 100-Meter-Zeit von 11,5 bis 11,2 Sekunden. Als junger Erwachsener ist er nun seit ein paar Jahren selbst Sportabzeichen-Prüfer und immer noch der schnellste Sprinter und Weitspringer in Neunburg.

Wie viel Sport sollte ein Kind, Jugendlicher und Erwachsener in der Woche treiben, um gesund den Alltag zu genießen?

Hierüber gibt es so viel Literatur mit teilweise widersprüchlichen Meinungen und Anleitungen. Ich empfehle die Teilnahme an den wöchentlichen Lauftreff-Terminen, die ganzjährig dienstags und samstags stattfinden, und gleichzeitig bei den Sportabzeichen-Terminen von Juni bis September jeden Donnerstag und 14-tägig auch mittwochs mit Übungen für den ganzen Körper. Des weiteren werden von uns auch noch Schwimm-, Radfahr- und Nordic-Walking-Termine angeboten. Diese Aktionen werden von ehrenamtlichen Prüfern kostenfrei und mit der dementsprechenden Motivation seit Jahrzehnten den Bürgern angeboten.

Wie finanziert sich die Aktion Sportabzeichen und die anderen Unternehmungen?

Die IG Sportabzeichen und der Lauftreff sind kein Verein, sondern eine Gemeinschaft, die sich in den fast 30 Jahren unter meiner Leitung vielfältig in sportlicher und auch gesellschaftlicher Hinsicht entwickelt hat und in der Bevölkerung angenommen wird. Wir sind auf Geld- und Sachspenden angewiesen, die überwiegend von den jeweiligen Schirmherrn und auch von Sportabzeichen- und Lauftreffteilnehmern kommen. Auch ein jährlicher Zuschuss der ArGe Jugend hilft uns, Ausgaben wie die Anschaffung von Sportgeräten, Druckkosten, Geschenke bei Verleihungsfeiern, Geburtstagen und Jubiläen zu meistern.

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