Jäger bleiben klar auf Linie

Wie üblich sprach BJV-Bezirksvorsitzender Dr. Günther Baumer, auch Vizepräsident der bayerischen Jäger, klare Worte zu einigen Reizthemen: Zunächst ging es um die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, dass ein Grundbesitzer aus ethischen Gründen die Jagd auf seinem Gebiet untersagen könne. Dies habe auch schon Einzug in deutsches Jagdrecht gefunden.

Allerdings müsse der Antragsteller seine Gründe schon glaubhaft machen. Die damit zusammenhängenden Gebiete wie Wildschaden, Nachsuche, Schwarzwildproblematik etc. werden noch zu einer Flut von Prozessen führen!"

Stärksten Gegenwind kündigte Dr. Baumer zu einem geplanten Ministerialerlass an, der die Erlegung eines Rehbockes in der Schonzeit nach dem 15. Oktober nicht mehr als Ordnungswidrigkeit verfolgen lassen möchte. "Es ist schade, dass der Waldbesitzerverband diese und andere Forderungen des Ökologischen Jagdverbandes und einiger Großgrundbesitzer in sein Programm aufgenommen hat!"

Nach wie vor sollten die Jagdbehörden an den Landratsämtern den gemeldeten Fällen nachgehen, es müsse nicht alles zentral aus München geregelt werden. "Was ist denn das für ein Rechtsempfinden?", empörte sich der Vizepräsident und kündigte massivsten Widerstand aus allen Kreisgruppen und vom Landesjägertag in Memmingen an.
Wildfütterung in Notzeiten, Muttertierschutz, Gesetzestreue stünden ganz oben bei den Jägern. Jagd als "dienende Sache" stelle die Tatsachen auf den Kopf: "Wir zahlen 40 Millionen Euro an Pacht in Bayern, wir sind Partner, nicht Diener!"

Rotwildabschuss an der Fütterung im engen Wintergatter im Alpenraum zur Erlangung von Proben auf Rinder-TBC: dies habe verheerende Folgen und sei aus tierschutzrechtlichen Gründen abzulehnen. "Es geht auch anders, das machen wir mit Bevölkerung und Tierschutz klar!" (ge)
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