Jäger im Kreisverband erlegen fast doppelt so viele Wildschweine wie in den anderen Jahren
Die Schwarzkittel im Visier

Hubert Rustler, Vorsitzender des Kreisverbandes Tirschenreuth im Bayerischen Jagdverband (Mitte), dankte bei der Hegeschau Kreisjagdberater Dr. Bruno Schmidt (links) und Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg (rechts) für ihre beeindruckenden Vorträge sowie dem Bläserkorps der Kreisgruppe (hinten) für die musikalische Gestaltung. Bild: bsc

Friedenfels.(bsc) Mit der öffentlichen Hege- und Naturschau präsentierte die Kreisgruppe Tirschenreuth im Landesjagdverband die Ergebnisse des vergangenen Jagdjahres. Im Saal der Schloßschenke zeugte die große Anzahl von Trophäen sowohl von Rot- als auch von Rehwild, dass die Waidmänner ihren Auftrag zum Erhalt eines gesunden und artenreichen Wildbestandes erfüllt haben.

Die schallenden Jagdhörner des Bläserkorps eröffneten die Veranstaltung. Vorsitzender Hubert Rustler dankte den Hegegemeinschaften für die vielfältigen Arbeiten während des Jahres. Eine klare Absage erteilte der Sprecher der Entkriminalisierung des fahrlässigen Rehbockabschusses. "Ein sicheres ,Ansprechen' jeglichen Rehwildes ist unabdingbar. Wer dazu nicht imstande ist, andererseits dadurch auch fahrlässig führende Muttertiere erlegen könnte, verstößt gegen den Tierschutz."

Jagen wie bisher

Die Waldbauverbände, die diese Gesetzinitiative gefordert hatten, müssten erklären, wie dadurch der gewünschte Waldumbau schneller vorankommen solle. Die Streckenzahlen in den Revieren zeigten, dass die bisherige Zeit ausreiche, um den behördlich vorgeschriebenen Abschuss zu erledigen, so der Vorsitzende. Seine Empfehlung: "Jagen sie weiter wie bisher" wurde von der anwesenden Jägerschaft gerne aufgenommen.

Mit beeindruckenden Zahlen wartete Kreisjagdberater Dr. Bruno Schmidt auf. Besonders die hohe Zahl von erlegtem Schwarzwild wurde interessiert aufgenommen. Mit 1838 Stück war die Strecke fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt der bisherigen Jahre.
Erlegt wurden im Landkreis ferner 175 Stück Rotwild, 3123 Rehe, 1567 Füchse, 1185 Stockenten, 434 Elstern, 276 Graureiher, 219 Eichelhäher, 188 Rabenkrähen, 165 Feldhasen, 152 Dachse, 39 Ringeltauben, 38 Blässhühner, 200 Kormorane, 1 Waschbär, 5 Marderhunde und 50 Biber. Zufrieden zeigte sich der Jagdberater auch über das Vegetationsgutachten des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth für die zwölf Hegegemeinschaften.

So wurden sieben bei der Verbissbelastung mit "tragbar" eingestuft, drei mit "günstig" und lediglich zwei mit "zu hoch". Hier wurde ein erhöhter Abschuss empfohlen. Schmackhaft machte Kreisvorsitzender Hubert Rustler den anwesenden Landwirten und Grundstücksbesitzern die Förderung von Blühflächen und Zwischenfruchtanbau.

Das kostenlose Saatgut des Jagdverbandes sorge für eine wirksame Hilfe und biete dem Niederwild Deckung und Äsung in den kargen Wintermonaten. Auch die Imker profitierten von den bunten Blühfläche. "Sie unterstützen den Lebensraum und die Nahrungssuche der Bienen."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.