Jagdpächter Hans und Konrad Wagner verabschiedet - Nachfolger aus der Region
Nach 45 Jahren Wechsel im Revier

Jagdvorsteher Erwin Forster (Dritter von links) verabschiedete die langjährigen Jagdpächter Hans Wagner (Zweiter von links) und Konrad Wagner (Dritter von rechts) und begrüßte die neuen Jagdpächter Dr. Andreas Kappl (rechts) und Alfred Singer (Zweiter von rechts). Bei den Ehefrauen der bisherigen Pächter, Christa (links) und Adelheid Wagner bedankte er sich mit einem Blumenstrauß. Bild: abw

Zwei passionierte Waidmänner - die Brüder Hans und Konrad Wagner aus Schwarzach - gaben den Jagdbogen Schwarzach-West (Warnbach) nach einer Pachtzeit von 45 Jahren an die Jagdgenossenschaft Schwarzach zurück. Alfred Singer aus Altfalter und Dr. Andreas Kappl aus Wackersdorf übernehmen das Revier.

Gerne waren die Genossen der Einladung von Vorsteher Erwin Forster zur Verabschiedung der langjährigen Jagdpächter und zur Begrüßung der neuen Pächter gefolgt. In der Schwarzacher Waldschänke würdigte Erwin Forster die gute Zusammenarbeit zwischen Jägern und Grundstückseigentümern.

Die beiden Pächter seien mehr Heger als Jäger gewesen und hätten stets die Interessen der Landwirte berücksichtigt. Besonders, als in den vergangenen Jahren immer wieder Schäden durch das Schwarzwild aufgetreten seien, hätten sie sich durch intensive Bejagung und begleitende Schutz- und Abwehrmaßnahmen um eine Schadensbegrenzung bemüht. Wenn es dennoch zu einem Schaden gekommen sei, beseitigten sie diesen in Abstimmung mit den Landwirten. Als kleine Anerkennung übergab Erwin Forster an die Ehefrauen je einen Blumenstrauß und an die beiden Jäger ein Brotzeitkörbchen.

Konrad Wagner gab den Dank für die gute Zusammenarbeit an die Jagdgenossen zurück. Die 45 Jahre seien eine schöne Zeit gewesen. Es sei für die Jäger eine schwere Entscheidung gewesen, das Revier abzugeben. Besonders bedankte sich Wagner für das Verständnis der Landwirte, wenn trotz Schutzmaßnahmen und Bejagung des Schwarzwildes immer wieder Schäden auftraten. Ausdrücklich dankte er ihnen auch für die Unterstützung bei der Beseitigung.

Angemessener Bestand

Infolge des zunehmenden Straßenverkehrs und der Mechanisierung der Landwirtschaft sowie des hohen Freizeitdruckes werde der Wildbestand ständig dezimiert. Die beiden Pächter könnten dennoch ein Revier mit einem angemessenen Wildbestand übergeben.

Bürgermeister Alois Böhm dankte den Brüdern Wagner für die schonende und waidgerechte Jagdausübung sowie für die gute Zusammenarbeit mit den Jagdgenossen. Sie beide seien ein Vorbild für die jungen Jäger und für die Pächter in den benachbarten Revieren. Als Anerkennung überreichte der Bürgermeister je eine Zinnplakette mit dem Gemeindewappen. Den neuen Pächtern legte er ans Herz, den Kontakt mit den Grundstückseigentümern zu pflegen. Dadurch könne auch in Zukunft ein gutes Verhältnis erhalten werden. Aus der Sicht der Gemeinde sei es zu begrüßen, dass die Reviere an Jäger aus der Region verpachtet werden.

Die neuen Pächter Alfred Singer und Dr. Andreas Kappl bedankten sich für den Vertrauensvorschuss. Sie versprachen, die gute Zusammenarbeit fortzusetzen. Dr. Kappl stellte sich vor und erläuterte, dass er von Kindheit an mit der Jagd aufgewachsen sei. Die bisherigen Pächter lud er ein, sich auch in Zukunft in dem Revier jagdlich zu betätigen.
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