Jagdpächter Ulrich Wawreczka präsentiert Maßnahmenkatalog zur Eindämmung der Schwarzkittel
Wildem Treiben Einhalt gebieten

Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Schwarzwildes sind laut Jagdpächter Ulrich Wawreczka Unterstützung und Zusammenarbeit angesagt. Wie er in der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossen berichtete, nehmen die Population der Wildschweine und damit auch die Umgrabungen auf den Feldern und Wiesen zu.

Mit der Einrichtung von Ruhezonen im Wald, der Bejagung am Waldrand sowie Ablenkungsfütterungen will er dem wilden Treiben Einhalt gebieten. Durch zusätzliche Kanzeln und Hochstände soll die Abschussquote verbessert werden. Betrachtungen über kleinere Verbiss-Schäden und deren Ursache gelte es ebenfalls anzustellen. Laut Wawreczka gehörten zwölf Füchse und drei Marder sowie zwölf Wildschweine zur Strecke. Eine Sau sei Opfer eines Unfalls geworden. Neun Rehe wurden geschossen und vier durch Unfälle getötet.

Angebot für Jagdkataster

Jagdvorsteher Josef Popp berichtete vom Wegebau in Wunschenberg und Oberwappenöst mit dem erhaltenen Schottergut. Eine Vorstandssitzung fand während des Jahres statt. Wildschäden seien keine angemeldet und kleinere Schäden in Eigenregie beseitigt worden.

Weiterhin stünden Weidezaungeräte zur Verfügung, bei Bedarf erfolgten Neuanschaffungen. Vom Bauernverband werde ein Angebot für die Überarbeitung des Jagdkatasters eingeholt.
Josef Popp dankte dem Jagdpächter für das hervorragende Rehessen und Andreas Schultes für das Herrichtung und die Unterstellung der Gerätschaften.

Schatzmeister Andreas Schultes trug den Kassenbericht vor, der mit einem finanziellen Zuwachs abschloss. Die Kassenprüfer Josef Braun und Heribert Krauß bescheinigten eine saubere und ordentliche Kassenführung.

Rücklagen bilden

Popps Vorschlag, den Jagdpachtschilling zur Rücklagenbildung zu verwenden, stimmten alle Jagdgenossen zu. Sie diskutierten zudem über die reparaturbedürftige Sternwalze, die ohne Ausbesserung nicht mehr einsatzfähig ist. Sollte sich die Reparatur als nicht wirtschaftlich erweisen, dann soll über eine Neuanschaffung nachgedacht werden.

Bürgermeister Günter Kopp lobte die Aktivitäten des neuen Pächters und seiner Jäger. Mit großem Einsatz und Ausdauer kämen sie ihren Jagdpflichten nach. Sie hätten mittlerweile durch Gesprächsbereitschaft und Offenheit ein gutes Verhältnis zu den Jagdgenossen aufgebaut. Zudem bedankte sich der Rathauschef beim Jagdvorsteher und den Jagdgenossen für deren Arbeit und sicherte ihnen bei Bedarf Unterstützung zu.

In der Aussprache wurde auf eine notwendige Grabenputzung unterhalb der Ortschaft Erdenweis hingewiesen. Popp dankte den Vorstandskollegen, Mitgliedern und Jagdpächter für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.
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