20.01.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Jahreshauptversammlung des Schützenvereins "Eichenlaub" - Schützenmeister etwas enttäuscht Viele Termine, weniger Engagement

Das 52. Jahr der Vereinsgeschichte, das Jahr 2003 war Gegenstand der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins "Eichenlaub Altenschwand" am Sonntagabend im Vereinsheim.

von Ingrid SchiederProfil

Trotz der vielen Termine, die der Verein in diesem Zeitraum geleistet hat, zeigte sich Schützenmeister Ludwig Gruber etwas enttäuscht angesichts des leichten Rückganges an Mitgliedern sowie der mangelnden Beteiligung der Schützen am laufenden Rundenwettkampf.

Er kündigte an, bei den Neuwahlen im Jahr 2005 nicht mehr für eine erneute Kandidatur als erster Schützenmeister zur Verfügung zu stehen. Auch seine Ehefrau Elfriede, die bisher als Schriftführerin fungierte, bat darum, dass sich andere diesbezüglich engagieren sollen, da auch sie dann ihr Amt nach den Neuwahlen nicht mehr ausüben wolle. 68 Veranstaltungen plus den Rundenwettkampf verzeichnete Gruber, der den aktuellen Mitgliederstand auf 156 bezifferte.

Königsproklamation

Neben den Besuchen diverser Gründungsfeste und der Teilnahme an kirchlichen traditionellen Feiern wurde ein Kinderfasching sowie ein Heringsessen abgehalten. Ein Highlight war die Königsproklamation.

Die Steinberger Auerhahnschützen kamen zum Patenbitten nach Altenschwand. Vatertagswanderung, Johanni-Feier, Freundschaftsschießen mit den Tell-Schützen Neuenschwand und ein Nussschießen: Ständig zeigten sich die Mitglieder des Schützenvereins Eichenlaub präsent.

Ferner wurden diverse Fahrten absolviert. Besucht wurde auch ein OSB-Treffen in Sulzbach. Darüber hinaus gab es Teilnahmen an drei Schützenmeistertagungen auf Gauebene, der Jahreshauptversammlung des Gaus sowie bei der Gaumeisterschaft, bei der die Altenschwander ebenfalls mitgeschossen haben, so Gruber. Zehn Ausschuss-Sitzungen habe der Verein abgehalten.

Die finanzielle Seite beleuchtete Kassenwart Angelika Grabinger. Eine ordnungsgemäße Führung der Geldgeschäfte wurde ihr von den beiden Revisoren Ludwig Götz und Michael Ziegler bescheinigt. Die Entlastung des Kassiers erfolgte einstimmig.

Zurzeit auf zweitem Platz

Zum laufenden Rundenwettkampf teilte Gruber mit, dass bisher vier Kämpfe ausgetragen worden seien. Beim Rundenwettkampf auf Gauebene liegen die Eichenlaub-Schützen derzeit auf Platz zwei in der Freundschaftsliga. Zur Wintersaison merkte Gruber an, dass eine stärkere Schützenbeteiligung wünschenswert sei.

Gauschützenmeisterin Karin Rauscher sagte, ein Verein mit so vielen Aktivitäten sei selten. Die Zusammenarbeit mit dem Gau funktioniere sehr gut. Allgemein sei es mit den Aktivitäten, auch bei den Schießen, schlecht bestellt. Auch der Anteil der Jugendlichen gehe zurück. Dies liege an der Zeit, die Jugend zeige generell wenig Interesse an Vereinsleben.

Um so wichtiger sei es, dass der "harte Kern" mehr zusammenhalte in schwierigen Zeiten. Gruber meinte dazu, "dass die Leute über ihre eigene Bequemlichkeit nicht springen." Er dankte allen, die ihn und den Verein unterstützt haben, darunter Ludwig Götz für die Pflege der Außenanlagen. Gruber betonte, dass er nun im 27. Jahr seiner Tätigkeit als erster Schützenmeister stehe, davor sechs Jahre lang als zweiter.

Jüngere für den Schwung

Er appellierte nun an Jüngere, ihn bei den Neuwahlen im nächsten Jahr abzulösen. Jüngere hätten eine andere Einstellung und könnten wieder mehr Schwung in den Verein bringen.

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