03.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Jahrestage des Beginns der beiden Weltkriege und der friedlichen Revolution Thema einer ... Blick auf eine dramatische Geschichte

Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme heißt die Dokumentation, die die Volkshochschule Eschenbach auf drei Geschossebenen im alten Landratsamt zeigt. Auf 26 Tafeln mit rund 190 Fotos präsentiert die Ausstellung anlässlich des "Erinnerungsjahres 2014" die dramatische Geschichte Europas im 20. Jahrhundert. Bild: do
von Robert DotzauerProfil

Vor 100 Jahren brach der Erste Weltkrieg aus. Aus diesem Anlass greift die Volkshochschule Eschenbach/Westlicher Landkreis Neustadt/WN die zentralen Themen des Erinnerungsjahres auf.

Mit der Ausstellung "Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme" wirft die VHS Streiflichter auf die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert. Auf 26 Großplakaten mit 190 zeithistorischen Fotos und historischen Tondokumenten wird die Ausstellung im alten Landratsamt auf drei Geschossebenen präsentiert. Wegen der Schulferien orientieren sich die Besichtigungszeiten an den Dienststunden der Kfz-Stelle.

Die Ausstellung erzählt Europas 20. Jahrhundert als dramatische Geschichte zwischen Freiheit und Tyrannei, zwischen Demokratie und Diktatur. Sie lädt zu einer historischen Ortsbestimmung ein, zu der das Jahr 2014 herausfordert.

Informationsserie

2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. 75 Jahre sind seit Beginn des von Deutschland entfesselten Zweiten Weltkrieges vergangen. Vor 25 Jahren begannen die friedlichen Revolutionen, die schließlich vor zehn Jahren zur Osterweiterung der Europäischen Union führten. Initiiert wurde die Informationsserie von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, des Instituts für Zeitgeschichte und vom Deutschlandradio Kultur.

Auf den DIN-A1-Großplakaten wird zum Beispiel in Bild und Text mit der Überschrift "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" an den Kriegsausbruch im Jahr 1914 erinnert, werden der Beginn des Zweiten Weltkrieges und der Vernichtungskrieg im Osten geschildert und die Hintergründe der "Friedlichen Revolutionen" beschrieben. Die Thematik beschäftigt sich ferner mit dem Kalten Krieg, den Machtblöcken und der friedlichen Überwindung des Kommunismus, der für Ostmitteleuropa erst jene Freiheit brachte, die sich in Westeuropa schon nach 1945 entwickelt hat.

Jahrestage sind Schlüssel der historisch-politischen Bildungsarbeit und gehören zur Erinnerungskultur. Deshalb werben auch VHS-Vorsitzender Thomas Frankenberger und Geschäftsführerin Angelika Denk für die Ausstellung. Der Vorsitzende und die Leiterin der Bildungseinrichtung laden die Bevölkerung zu einem anregenden Rundgang ein und hoffen, dass der Rückblick in Text, Bild und Ton auf 100 Jahre europäische Geschichte dazu beiträgt, die aktuellen Herausforderungen in Europa friedlich und gemeinsam zu lösen.

Bundesweit wird die Dokumentation in 3000 Exemplaren sowie international in zehn Sprachfassungen gezeigt.

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