30.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Johannis-Patrozinium ist mit der Kapelle verschwunden Einst hatte Bouch zwei Kirchweihen

von Paul BöhmProfil

Zwei Kirchweihen waren früher Tradition in Mendorferbuch. Die "große" haben die Bouchdner gerade erst wieder gefeiert, die "kleine" ist aus dem Dorfleben verschwunden - so, wie die Johanniskapelle, der sie galt. Das einzige "Überbleibsel" dieses Kirchleins im Dorf ist ein von Hand gehauener Weihwasserstein.

Kirchlein abgerissen

Wie Altvordere zu erzählen wissen, hat es im Dorf die beiden Kirchweihfeste bis zum Anfang der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gegeben. Der ehemalige Lehrer Hans Nager und Karl Weigert können sich noch gut daran erinnern, wie das damals gewesen ist. Die "kleine Kirchweih" feierte man anlässlich des Patroziniums der Johanniskapelle als "Tagesfest" im kleinen Rahmen um den Johannistag. Die große Kirchweih war immer schon die Dorfkirchweih. Zu Beginn der 60er Jahre wurde die Kirche St. Konrad neu gebaut und 1964 eingeweiht, weil die Kapelle im Dorf zu klein und der bauliche Zustand zu schlecht war. Das um 1864 erbaute Kirchlein St. Johannis wurde abgerissen. Wie Nager weiß, stand diese Kapelle nicht unter Denkmalschutz. Sie "wurde in den ersten Jahren nach 1960 geschleift". Daher spricht man in Mendorferbuch auch heute noch von der "großen" und der "kleinen" Kirchweih. Letztere sei aber vielen Jüngeren gar nicht mehr bekannt, meinte Nager als heimatkundlicher Wegbegleiter der Mendorferbucher über mehr als sechs Jahrzehnte.

Weihwasserstein erhalten

Einziges Überbleibsel der Johanniskapelle ist ein von Hand gehauener Weihwasserstein, mit der Inschrift "Johann Kelner 1865": Er soll in der nächsten Zeit in der Dorfkirche St. Konrad wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

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