Jubiläums-Lehrgang und öffentliche Vorführung beim Shotokan Dojo Neukirchen
"Karate bis ins hohe Alter ausüben"

Zehn Jahre gibt es den Karateverein Shotokan Dojo Neukirchen. Ein Jubiläums-Lehrgang, Gürtelprüfungen und und eine kleine Vorführung für die Öffentlichkeit verliehen der Feier einen würdigen Rahmen.

Am Neujahrstag 1996 hoben Karateka das Shotokan Dojo Neukirchen als sechste Sparte des 1. FC Neukirchen aus der Taufe. Als sich der Hauptverein teilte, machte sich die Karatesparte 2001 unter dem Namen Shotokan Dojo Neukirchen selbstständig. Gerhard Kerscher, Träger des 2. Dan, ist seit Beginn Dojoleiter und 1. Vorsitzender des Vereins.

Er freute sich ganz besonders, zur Feier des Zehnjährigen einen früheren Trainingspartner aus dem Karatezentrum Regensburg wieder zu sehen: Helmut Körber, 5. Dan, ein "Trainer der Extraklasse". 60 Teilnehmer aus der ganzen Oberpfalz und Mittelfranken nutzten die Chance, sich bei diesem hochkarätigem Lehrgang weiterzubilden.

"Frisch aus Okinawa"

In den beiden Trainingseinheiten für Unter- und Mittelstufe legte Trainer Helmut Körber das Hauptaugenmerk auf die richtige Stellung, vor allem unter dem Gesundheitsaspekt: "Wir wollen schließlich Karate bis ins hohe Alter betreiben!" Neben Atemübungen zur Entspannung hatte er aus dem japanischen Okinawa auch Kräftigungs- und Konzentrationsübungen mitgebracht.

Die Oberstufe beschäftigte sich mit der anspruchsvollen Kata Kanku dai. Helmut Körber erklärte zunächst die Herkunft und Entwicklung der Kata in verschiedenen Stilrichtungen, bevor er auf die Techniken einging und sie bei Partnerübungen demonstrierte. Schnelligkeits- und Konzentrationsübungen aus Okinawa hatte er auch für die Oberstufe im Repertoire. Josef Summerer, 4. Dan, vom befreundeten Dojo Kümmersbruck zeigte am Ende der Trainingseinheit eine weitere Version der Kanku dai, wie sie von der Stilrichtung Wado ryu praktiziert wird.

Für die interessierte Öffentlichkeit zeigten die Neukirchner Karatekas in einer sehr gelungenen Vorführung die Bandbreite des Karatetrainings am Ort. Musikalisch begleitet von Hubert Müller, machten zunächst die Kinder und Jugendlichen bei den Grundtechniken deutlich, wofür Karate steht: Körper und Geist werden geschult, Selbstvertrauen, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein gefördert.

"Bitte probieren Sie das nicht selbst aus!", warnte Hubert Müller die Zuschauer vor den Übungen der Mittel- und Oberstufe. Ein jahrelanges Training ist die Voraussetzung, die fortgeschrittenen Techniken zur Selbstverteidigung zu beherrschen.

Den Angreifer entwaffnen

Zudem demonstrierte Josef Summerer auf sehr kunstvolle Weise verschiedene Arten, ein Schwert zu ziehen. Im anschließenden Messerkampf führte er mit Gerhard Kerscher Möglichkeiten vor, sich zu verteidigen und den Angreifer zu entwaffnen. Am Ende nutzte Josef Summerer die Gelegenheit, sich bei Gerhard Kerscher für die vielen gemeinsamen Trainingseinheiten zu bedanken und ihm, stellvertretend für das ganze Dojo, ein Buchgeschenk zu überreichen.

Erfolgreiche Prüflinge

Endlich starteten dann die Gürtelprüfungen. Nicht nur die elf Prüflinge zum 8. Kyu , sondern auch 15 weitere Karatekas, die zur Prüfung antraten, warteten schon mehr als nervös auf den Beginn. Unter den kritischen Augen von Helmut Körber und Gerhard Kerscher zeigten sie ihr Können in der Grundschule, in der Kata und den Partnerübungen. Am Ende hatten alle bestanden und nahmen glücklich ihre Urkunden entgegen.