Kalte Nächte und kaum Besucher: Waldfreibad Altglashütte beendet am Sonntag die Badesaison
Zum Abschluss gibt's saure Zipfel

Die nächtlichen Temperaturen sinken schon bis auf 7 Grad ab. Auch tagsüber erreicht das Thermometer kaum noch Temperaturen, die Badegäste zum Sonnen ins Freibad locken. Da zieht das Waldfreibad auf der Altglashüttre die Notbremse und beendet die Saison.

Zwar beträgt die Wassertemperatur noch bis 24 Grad. "Aber das ist nicht Anreiz genug zum Baden", weiß der ehrenamtliche Schwimmmeister Siegfried Walter, zugleich auch Kassier des Förderkreises. "Wir müssen hart kalkulieren, der Heizöleinkauf für die Saison 2007 steht noch an." Außerdem wurden für diese Saison erhebliche Mittel ausgegeben.

Traditionell findet zum Abschluss der Saison am Sonntag ab 10 Uhr ein gemütlicher Frühschoppen mit Weißwürsten und Saueren Zipfeln an. Die diesjährige Saison beurteilt Walter als zufriedenstellend. "Über fünf zusammenhängende Wochen hatten wir Bilderbuchwetter, das hat den miesen Beginn wieder vergessen gemacht." Leider spielte Petrus aber im August nicht mit. Aus wirtschaftlichen Gründen macht das Bad jetzt dicht. "Wir können das teure Heizöl ja ohne Nutzung nicht sinnlos verheizen", so der Schwimmmeister.

Umfangreiche Reparaturen wegen des langen Winters und die neue, 29 Meter lange Wasserrutsche für allein 50 000 Euro zwingen zum Sparen. "Die Kosten für die Wiederaufstellung der von der Schneelast zusammengebrochenen Pergola und der auf dem Dach montierten Sonnenkollektoren schlugen ebenfalls stark zu Buche." Kosmetische Verschönerungs- und Instandsetzungsarbeiten, die zu den alljährlichen Reparaturarbeiten zählen, schmälern das Einnahmenkonto weiter.

Der Kassier gibt den Dank der Vorstandschaft an die zahlreichen Besucher und die Mitglieder im Förderkreis weiter. "Sie leisten mit ihren Beiträgen Vorauszahlungen, die den Organisatoren Mut und die Verpflichtung geben, das Bad weiter zu führen." Nach der Badesaison gibt es noch viel zu tun, bis der Winter kommt.

"Man kann nicht einfach den Schlüssel umdrehen und das Bad seinem Schicksal überlassen", erklärt Siegfried Walter. Bevor sich der Frost zeigt, müssen die Einwinterungsarbeiten abgeschlossen sein. Mit großer Sorgfalt sind die Beckenein- und Auslaufleitungen abzudichten und alle wasserführenden Leitungen zu entleeren, damit es im Frühjahr keine bösen Überraschungen gibt.

Der lange Stillstand über den Winter verlangt weitere Wartungsarbeiten. Hierzu gehört auch die Pflege der Außenanlagen. "Wir würden uns freuen, wenn sich noch ehrenamtliche Helfer beim Vorsitzenden Engelbert Träger unter Telefon 09635/585 melden würden."