Kampf gegen die Schreckensvision Krieg

Friedrich Werner Graf von der Schulenburg ließ die Burgruine Falkenberg 1936/37 vollständig restaurieren. Allerdings war es ihm nicht vergönnt, die Burg als "Ruhesitz" zu genießen. Nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler wurde Friedrich Werner von der Schulenburg verhaftet, zum Tode verurteilt und am 10. November 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Der Widerstandskämpfer war von 1934 bis 1941 deutscher Botschafter in Moskau: Jahre im Brennpunkt zweier totalitärer Staaten. Friedrich Werner von der Schulenburg arbeitet energisch an einer Verbesserung der deutsch-russischen Beziehungen. Dabei kritisiert der mutige Diplomat offen die Außenpolitik des Dritten Reichs und warnt vor einem Krieg gegen Russland. Der Hitler-Stalin-Pakt, ein Nichtangriffsvertrag, an dem von der Schulenburg maßgeblich mitwirkte, markiert aber faktisch den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Am 1. September 1939 fällt die deutsche Wehrmacht in Polen ein. Aus dem von Schulenburg angestrebten Friedenspakt ist ein Kriegsbündnis geworden. Der Botschafter ist am Verzweifeln. Er gibt nicht auf, doch all seine weiteren Bemühungen bleiben erfolglos.

In biografischen Aufzeichnungen ist nachzulesen: Als er den Russen in der Nacht zum 22. Juni 1941 die Kriegserklärung überbringen muss, steht Friedrich Werner Graf von der Schulenburg am Tiefpunkt seines Lebens. (hd)
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