Kapellenbauverein Pichlberg präsentiert sich als perfektes Team - Vor 35 Jahren gegründet
Festbesprechung in zwei Minuten

"Zeitenwechsel" beim Kapellenbauverein: Nach 35 Jahren gibt Josef Pausch das Szepter aus der Hand. Als Beisitzer bleibt der Gründungsvorsitzende seinem Verein jedoch erhalten. Zum neuen "ersten Mann" kürte die Mitgliederversammlung den bisherigen Vize Josef Nickl, dem Markus Reiß als Stellvertreter zur Seite steht.

Seinem Nachfolger hinterlässt Pausch ein bestelltes Feld: Das Vereinsteam ist so eingespielt, dass der Tagesordnungspunkt "Kapellenfest am 15. August" nach kaum zwei Minuten abgehakt war. Schriftführer Alfons Haimerl, der auch für die Festorganisation verantwortlich zeichnet, konnte sich auf die lapidare Feststellung beschränken: "Die Aufgabenverteilung der letzten Jahre passt nach wie vor, alles klappt wie am Schnürchen, jeder weiß, was er zu tun hat."

Dass es so ist, wollte Josef Pausch aber nicht sich auf die Fahne schreiben. Vielmehr sei der Erfolg des Vereins Frucht der Arbeit aller Mitglieder und Spiegelbild der harmonischen Dorfgemeinschaft. Dementsprechend wünschte Pausch dem Verein und seinem Heimatort: "Haltet zusammen, das hat unser Dorf von jeher stark gemacht und vorwärts gebracht." Besonders hob er die Arbeit der Jugendlichen hervor, die er zur aktiven Mitsprache ermunterte: "Ihr bringt euch vorbildlich ein und sollt euch keineswegs nur als Befehlsempfänger fühlen."

Frauen nach vorn

Ein gewichtigeres Wort sollten auch die Frauen mitreden, wünschte sich Beisitzer Werner Rupprecht: "Sie leisten unersetzliche Arbeit und halten unser Gemeinschaftshaus und die Anlagen so gut in Schuss, dass man unser Dorf ringsum dafür lobt. Dementsprechend sollten sie stärker im Vorstand vertreten sein." So sah es auch die Versammlung, erweiterte den Kreis der Beisitzer per Satzungsänderung von drei auf fünf Personen und wählte mit Sabine Farmbauer und Waltraud Bräutigam zwei Frauen auf die neu geschaffenen Posten.

Seinen Rückblick beschränkte Josef Pausch nicht auf das Vereinsjahr, sondern schlug einen Bogen zur Gründung vor 35 Jahren: "Ursprünglich hatten die Initiatoren nur an ein Gemeinschaftshaus gedacht, doch bald kam die Idee, dieses Vorhaben mit einer Kapelle zu verbinden." An Aschermittwoch 1980 habe man mit den Bauarbeiten begonnen, am 31. Juli 1980 Richtfest und am 15. August 1981 die Weihe gefeiert. Wie viel Rückhalt der Verein von Anfang an besessen habe, zeige sich daran, dass er rund 40 Prozent der Kapellenbaukosten aus Beiträgen und Spenden der Einwohner beigesteuert habe.

Bischof besucht

Nicht zu vergessen seien die über 3000 "um Gotteslohn" erbrachten Arbeitsstunden und die ungezählten Stunden, die seither in die Pflege des Gebäudes geflossen seien. Als weiteres Denkmal des Gemeinschaftssinns würdigte er das vor neun Jahren erbaute Pichlberger Kreuz. Höhepunkte des Vereinsjahrs seien der Pastoralbesuch von Bischof Rudolf Voderholzer - "der vierte Besuch eines Bischofs seit dem Kapellenbau", wie Pausch vermerkte -, das Kapellenfest, ein Neujahrsgottesdienst mit Regionaldekan Gerhard Pausch und Lichtbildvortrag des damaligen Fraters Lukas Prosch sowie Pater Proschs Nachprimiz am 26. Juni gewesen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.