Kastler CSU übergibt Unterschriftensammlung an Planungsverbands-Vorsitzenden Simon Wittmann
1500 Mal nein zum Kiesabbaugebiet

Simon Wittmann (von links) nahm die Unterschriften entgegen und hörte sich die Argumente an, die Bürgermeister Bruno Haberkorn, JU-Vorsitzender Marco Streng und stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender Hans Walter für ihn im Gepäck hatten. Bild: hwk

Auch wenn es um den geplanten Sand- und Kiesabbau im Hessenreuther Wald bei Altköslarn ruhig geworden ist, das Thema bleibt aktuell. Noch hat der zuständige regionale Planungsverband nicht entschieden. Damit er dies im Sinne der Anwohner tut und den Antrag ablehnt, hat eine Kastler CSU-Abordnung nun 1500 Unterschriften gegen den Abbau an Planungsverbands-Vorsitzenden Simon Wittmann übergeben.

200 Hektar ist das Areal groß, das der Industrieverband Steine und Erden als Kiesabbaufläche ausgewiesen sehen möchte. Bei dem Treffen mit Simon Wittmann gingen Bürgermeister Bruno Haberkorn, stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender Hans Walter und JU-Vorsitzender Marco Streng im Namen der Gemeinde Kastl und aller Gegner nochmals auf die Situation ein und erklärten, warum dieses Projekt im Hessenreuther Wald abgelehnt werden muss. Dabei überreichten sie auch die im vergangenen Herbst gesammelten 1500 Unterschriften.

Der Vorsitzenden des Planungsverbandes hörte sich nochmal die vielen Gründe an, die gegen den Antrag sprechen. Auch die bayerischen Staatsforsten haben sich inzwischen gegen den Abbau auf ihren Grundstücken ausgesprochen.

Viele gute Gründe

Haberkorn, Walter und Streng erklärten, dass die Zerstörung des Hessenreuther Waldes als letztes großes, zusammenhängendes Waldgebiet in der Region, die Beeinträchtigung des Erholungswertes, die fehlende Anbindung an das überörtliche und öffentliche Straßennetz sowie die Bedeutung des Waldgebiets für Rotwild, Fischadler und Schwarzstorch nicht hinnehmbar seien. Stattdessen sollte eine möglichst vollständige Nutzung der vorhandenen und zum Teil bereits im Abbau befindlichen Rohstofflager zwischen Pressath, Grafenwöhr und Weiden das Ziel sein.
Der Neustädter Landrat Wittmann erklärte eingangs, dass er im Rahmen des Anhörungsverfahrens nur ablehnende Rückmeldungen bekommen habe. "Keiner hat geantwortet, dass er diesen Antrag befürwortet", so der Vorsitzende des Planungsverbandes. Das Thema, so Wittmann, werde man wohl erst in einer der nächsten Sitzungen behandeln können, ein Termin stehe aber noch nicht fest. Wahrscheinlich in den Sommermonaten, so Wittmann weiter.

Zielstrebige Arbeit

Bei der Entgegennahme der Unterschriften lobte er die besonnene und zielstrebige Arbeit der Gemeinde Kastl, der Dorfgemeinschaft Altköslarn/Gründlhut sowie des CSU- und JU-Ortsverbandes. "Hier wurde von Anfang an sachlich und kompetent mit dem Thema umgegangen, was letztlich auch erfolgreich sein wird", so Wittmann in seinen Ausführungen.

Er zeigte sich sehr zuversichtlich, dass das Thema Sand- und Kiesabbau im regionalen Planungsverband einstimmig abgelehnt werden wird. Vorwegnehmen könne er das Ergebnis der Abstimmung aber selbstverständlich nicht.
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