Katholische Kirchenstiftung unterläuft bei Kindergartenabrechnung ein Fehler - Markt muss zahlen
Defizit als Einnahme verbucht

Die beiden Grundstücke am Ortseingang (oben rechts) will ein Interessent für den Bau eines Wohnhauses im Gebiet "Im Meister" kaufen. Unter Bedingungen, die eine Spekulation ausschließen, genehmigte der Marktrat den Verkauf. Bild: war

Im Baugebiet "Im Meister" sind von 26 Parzellen 8 verkauft. Das teilte Bürgermeister Rudolf Götz im Gemeinderat mit. Zwei Verträge sind reif für den Notar, vier weitere in der Schwebe.

Ein Interessent will zwei Grundstücke kaufen, aber nur auf einem bauen und das andere als Garten nutzen. Er bekam grünes Licht unter der Bedingung, dass er die unbebaute Fläche nicht zu Grundstücksspekulationen nutzt.

Wie von der Verwaltung gefordert, beschlossen die Fraktionen, bei der Erstellung eines Windparks mit Bürgerbeteiligung auf Kohlberger Gebiet die Nachbargemeinden Weiherhammer und Etzenricht zu beteiligen. "Das ist zunächst eine generelle Frage, hat noch nichts mit Details, wie etwa der Aufteilung von späteren Gewerbesteueraufteilungen oder Ähnlichem zu tun, das müssen wir auf VG-Ebene noch klären", sagte Götz. Er favorisiert das Grundstück rechts der Staatsstraße 22 38 wegen der besseren Windhöffigkeit.

Fehlbetrag doppelt so hoch

Durch einen Rechenfehler in der im Oktober 2012 vorgelegten Kindergartenabrechnung wird die Ausgabe der Gemeinde für das Betriebskostendefizits doppelt so hoch wie erwartet.

Bei einer Beteiligungsquote der Kommune von 80 Prozent sind für das Abrechnungsjahr September 2011 bis August 2012 nun etwas mehr als 24 000 Euro fällig. Der Fehler in der Abrechnung des Trägers, der Katholischen Kirchenstiftung, beruhte darauf, dass die Zahlung der Marktgemeinde für den letztjährigen Fehlbetrag als Einnahme verbucht worden war.
Die Gemeindeverbindungsstraße Artesgrün-Holzhammer wird zum öffentlichen Feld- und Waldweg zurückgestuft. Für das ausgebaute Teilstück ist die Gemeinde, für das nicht ausgebaute sind die Anlieger Straßenbaulastträger.

Aus elf Anfragen lagen zehn Angebote für die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Röthenbach- Weiherhammer vor, der Auftrag wurde in nichtöffentlicher Sitzung vergeben. Zusammen mit dem Planer und dem Auftragnehmer sind vorher noch Begehungen vorgesehen. Wenn es nach Reinhard Ponitz geht, sollen die Auftragsvergaben künftig vor den öffentlichen Sitzungen erledigt werden, um die Information über die Zeitung zu veröffentlichen. Keine Einwände bestanden gegen die Bebauungsplanänderungen der Gemeinde Etzenricht.

Die Fördermitgliedschaft bei der "Denkstatt" kam wegen der aktuellen Finanzlage nicht zustande. Aufgeschoben wurde auch die Renovierung des Sandstein-Marterls an der "Dreifaltigkeit". Johann Müller aus Kohberg hatte sich dazu Gedanken gemacht, die Abmessungen festgehalten, Lösungsvorschläge unterbreitet und die Restaurierung auf seine Kosten angeboten. Bevor Hand angelegt wird, will der Rat aber einen Experten aus Bamberg hören, den der ehemalige Pfarrer Andreas Schlagenhaufer befragt hatte. Geklärt wird auch, ob das angeblich 300 Jahre alte Marterl denkmalgeschützt ist. Bernd Bauer warf die Frage nach der Finanzierung auf: "Zahlt die Gemeinde, der OWV, Sponsoren oder der Denkmalschutz?"

Gespräch mit Kirchen

Am 24. April ist um 19 Uhr ein Gespräch mit der katholischen Kirchenstiftung und dem Kirchenvorstand der evangelischen Kirche angesetzt. Darin geht es um die Weiterentwicklung des Kindergartens, der Eltern-Kind-Gruppe und der Bücherei. Die Marktgemeinde kann mangels Vorschlägen und Bewerbungen keine Schöffen vorschlagen.
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