26.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kirwa-Umzug orientiert sich an Fußball-WM - Derblecken mit "Neuzugängen" Ein Hauch von Brasilien

Optisch und thematisch orientierten sich die Macher des Kirwa-Umzugs an der Fußball-WM. So hieß es: Anpfiff zur Straßen-Gaudi. Vier Wägen und mehrere Fußgruppen rollten in Schwarz-Rot-Gold durch die Straßen.

Publikumsmagnet wie jedes Jahr: Der Kirwazug lockte trotz des zwischenzeitlichen Schauers die Leute auf den Stachus. Bilder: edo (2)
von Autor EDOProfil

Mit gut 600 Besuchern war der Stachus trotz zwischenzeitlicher Schauer gefüllt, als der Tross zum Derblecken anhielt: Die "Stories" des vergangenen Jahres hatten es in sich, große Mühen hatten sich die zahlreichen Helfer auch beim Dekorieren der Wägen gemacht.

Sänger und Moderator Alexander Thurn berichtete in wechselnden Einblendungen aus den verschiedenen Ortsteilen. Zunächst standen einige Lausbubenstreiche auf der Liste. So etwa habe ein junger, sportlicher Einheimischer einen älteren Herrn missbraucht, seinen Wagen anzuschieben, da dieser nicht anspringen wollte. Leider übersah er dabei ein kleines Detail: "Fürs Aschaim mou der Alte herhalten, doch solltmer dann halt a die Zündung eischalten."

Auch das kontrovers diskutierte Thema "Dorfladenbau in Vorbach" stand auf der Kirwa-Agenda, wobei sich die Sänger klar positionierten und zugleich eine Alternative ins Gespräch brachten: "Wer für den Dorflohn is, schreit Buh. Und wer will, dass Biwara ein Luftkurort wird, der schreit Juhu." Die Zuschauer kamen der Aufforderung gerne nach. Die Argumente für die Forderung lieferten die Kirwa-Hohen: "A Skipisten baumer bis zum Roudn Bühl und Touristen kummer dann a ganz vül." Zudem haben sich in Oberbibrach bereits zahlreiche Lebensmittel erzeugende Betriebe und weiterverarbeitende Gewerbe angesiedelt und wenn, dann dürfe ein Dorfladen nur hier gebaut werden.

Routiniert präsentierten Sabrina Henfling, Matthias und Alexander Thurn die in wochenlanger Arbeit entstandenen Gstanzler und die "Neuen" Julia Nickl, Marlies Bauer und Patrick Hösl feierten ihre Premiere auf der Bütt. "Allmählich", sagte Matthias Thurn, "werde es Zeit, die Jungen heranzuführen." Man wolle nicht wieder eine Situation wie Mitte der 90er Jahre erleben, als es verpasst wurde, geeignete Nachfolger aufzubauen mit der Konsequenz, dass der Zug einige Jahre ausfiel, erklärte Alexander Thurn.

Die Neuen machten ihre Sache gut und von Nervosität war nichts zu sehen. Anschließend spielte die originelle Biwaricher Kirwa-Band noch einige selbst komponierte Lieder. Die Thurn-Brüder, Sebastian Perl, Michael Schmid und Christoph Hübner besangen unter anderem die Eigenheiten von Lokalgrößen, wie den Brui Anton, den Müll Hans oder den Boier Heiner mit seine Käsekrainer.

Nach dem Derblecken stärkten sich die Besucher in den Gaststätten mit Kaffee, Kücheln und Torten und ab 16 Uhr traf sich im Schützenhaus die Musikanten aus der Region.

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