Kolpingfamilie zieht bei Hauptversammlung Bilanz - Saal stets gut ausgelastet
Eine "gute Stube" in der Stadt

Um den Fortbestand des Kolpinghauses muss der Kolpingfamilie nicht bange sein. Durch die Investitionen in den vergangenen Jahren sieht sich Herbert Appl vom Leitungsteam für die Zukunft gerüstet. Ermutigt auch durch die Aussage des Vermögensverwalter Norbert Grüner, nach der sich der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb erheblich steigern ließ.

Vielseitige Nutzung

Die Akzeptanz des Hauses schlug sich auch in der Bilanz von Helga Gnan über die vielseitige Nutzung über das ganze Jahr hinweg nieder. Sie gehört neben Herbert Appl und Franz Plachetta dem dreiköpfigen Leitungsteam als verantwortliche Hausverwalterin an. Unterstützt wird sie dabei von Georg Kugler, Georg Suttner, Franz Plachetta und den Kolpingfrauen mit Resi Seitz an der Spitze. Eine ganze Reihe von Vereinen und Veranstaltern beanspruchten die Räumlichkeiten im letzten Jahr, wie die Faschingsgesellschaft, der Pfarrgemeinderat, der Heimat- und Volkstrachtenverein, die Knabenkapelle, der SC Glückauf, der CSU-Ortsverband, KiK, der MGV oder die Freiwillige Feuerwehr. Auch Schulen bedienten sich des Kolpingsaales, so die Realschule Auerbach bei ihrem Abschlussball und Abschlussfeier wie auch die Haupt- und Realschule Pegnitz mit ihrem Abschlussball. Dazu kamen etliche Familienfeiern, Vorträge, Kurse oder das Sommerfest der St.-Anna-Klinik Sulzbach-Rosenberg mit 260 Personen.
Auch die Sparte Turnen und Schwimmen SV 08 weicht in das Kolpinghaus aus, sofern die Turnhalle gerade ausgebucht ist. Unter den jährlichen Aktivitäten konnte bei der Altkleidersammlung ein Erlös von 1300 Euro, beim Adventsbasar 834 Euro und beim Adventsmarkt 726 Euro erzielt werden. Zu den jährlich wiederkehrenden Festen und Feiern der Kolpingfamilie zählen neben Kolpinggedenktag, Josefifeier und Karfreitagsfrühstück auch Kappenabend und Grillfest. "Da steckt akribische Arbeit dahinter", lobte Herbert Appl den Einsatz der Hausverwalterin.

In sieben Teamsitzungen wurden die entsprechenden Weicheneinstellungen dafür festgelegt. Viele Hände waren, laut Appl, auch beim letzten Adventsbasar wieder im Einsatz. Der Frauengruppe galt ein herzliches Dankeschön für den finanziellen Beitrag durch ihre Tätigkeiten, darunter die vielen Bastelarbeiten, wodurch sie aber auch zum guten Ruf des Vereins beitragen. Appl erinnerte an die Osterkrone, den Blumenteppich an Fronleichnam oder den Verkauf von Palm- und Erntedanksträußchen. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Dekanatsrates galt der Kolpingfamilie sein Kompliment bei der Bewirtung für den Glaubenstag mit 80 Teilnehmern im Kolpinghaus: "Da haben wir uns von der besten Seite präsentieren können."

Moderne Ausstattung

Die Ausstattung mit Photovoltaik, einer neuen Heizung und neuen Fenstern, einer modernen Tontechnik im Saal und Lichttechnik für die Bühne lasse die Kolpingfamilie zuversichtlich hinsichtlich der Bewältigung der Zukunft sein. Die im Jahr 1982 etablierte Frauengruppe, so Annemarie Hartmann bei ihrer Rückschau, sei eigentlich im Leben der Kolpingfamilie nicht mehr wegzudenken. "Es wird nicht nur Gemeinschaft und Geselligkeit gepflegt, sie ist auch eine wichtige Säule im Vereinsgeschehen." Ob religiöse Themen, gesellschaftliche Anlässe, Strick- oder Bastelarbeiten für den Basar, die Aktion der Palm- und Erntedanksträußchen, Geschenke packen für die Heimbewohner in St. Hedwig und im Jakobushof, Tisch- und Saaldekorationen zu den verschiedensten Veranstaltungen haben die Frauen im Programm.

Teilnahme rückläufig

Mit Bedauern vermerkte Hartmann, dass die Teilnahme an den mit der Kolpingfamilie gemeinsamen kirchlichen Festen und Begegnung aus gesundheitlichen oder altersbedingten Gründen rückläufig ist. Umso mehr freue man sich über neue Interessenten. "Wir sind offen für alle." Schon jetzt warb Hartmann um gut erhaltene und saubere Sachpreise für die nächste Tombola.
Anerkennung verdienten auch die Mitglieder, die sich im Besuchsdienst in St. Hedwig einbringen, im Archeladen, bei den Caritassammlungen, bei der Sternsingeraktion oder im Lektorendienst der Pfarrei. Etwas in Vergessenheit geraten zu sein scheine die Briefmarkenaktion. Deshalb ihr Appell: "Bitte sammeln Sie fleißig weiter. Es lohnt sich." Mit dem jährlich bundesweit erzielten Erlös von rund 17 000 Euro könnten viele Ausbildungsplätze in den Entwicklungsländern durch das Kolpingwerk Köln geschaffen werden.

Hohe Auszeichnung

Annemarie Hartmann wurde für ihr Engagement durch den Diözesanverband Bamberg mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Darüber hinaus war die Einladung an sie zum Empfang für Ehrenamtliche in Kirchen und Religionsgemeinschaften durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer im Oktober letzten Jahres in Augsburg ergangen.
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