19.02.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar

von Josef Maier Kontakt Profil

Von Bayern lernen...

Früher hätte es dieses Argument in Bayern nicht gegeben: Bloß weil die anderen Bundesländer etwas haben, müssen wir es auch einführen. Da hätte man noch aufgepasst, dass nicht zu viel "preußischer" Unfug über den Weißwurstäquator schwappt. Aber kaum entwickeln bayerische Spitzenpolitiker bundespolitische Ambitionen, muss der Freistaat auch schon das G8 haben, weil man ja sonst als rückständig gelten könnte. Oder noch schlimmer: als wirtschaftsfeindlich.

Das alles Knall auf Fall eingeführt, ohne große Vorplanung, ohne überzeugendes Konzept, ergibt eine Situation, die auch einer Partei mit Zwei-Drittel-Mehrheit zu schaffen macht: verängstigte Schüler, verunsicherte Eltern, wütende Lehrer. Die Wortmeldungen bei der Podiumsdiskussion signalisierten alle, dass die Ablehnung des G8 eher nicht grundsätzlich ist, dass die Betroffenen durchaus sinnvolle Vorschläge zur Verkürzung der Gymnasialzeit hätten machen können, wenn man sie nur überhaupt gefragt hätte.

Statt dessen müssen bemitleidenswerte Vertreter der Staatsregierung ein noch reichlich unausgegorenes Konzept vertreten, bei dem fehlende Ideen - zum Beispiel bei der genauen Ausgestaltung der "Intensivierungsstunden" - durch den neuen Verkaufsschlager "Da dürfen die Schulen selbst entscheiden" ersetzt werden.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass die entschlossenen Reformer bei ihren Umstellungen selbst nicht mehr ganz durchblicken. Und das ist wieder einmal verheerend für das ohnehin schon genügend strapazierte Verhältnis zwischen Bürgern und Politik.

Polizeibericht

Computer, Radios und Benzin weg

Sulzbach-Rosenberg. (gw) In der Nacht zum Dienstag drangen unbekannte Täter durch die aufgehebelte Alu-Tür in den Bürocontainer eines Gebrauchtwagenhändlers an der Lohestraße ein. Sie stahlen einen älteren Computer samt Monitor und Tastatur, zwei Autoradios mit CD-Player der Marken Sony und Panasonic, drei ältere Radio-/CD-Player unbekannter Marken und schließlich noch ca. 70 Liter Benzin, das in Plastikkanistern gelagert war. Der Gesamtschaden summiert sich auf ungefähr 600 Euro. Über Tipps möglicher Zeugen freuen sich die Ermittler der Polizei.

Appetit auf Süßes bleibt ungestillt

Sulzbach-Rosenberg. (gw) Von einem Betonsockel in der Peter-Fechter-Straße verschwand in der Zeit zwischen 1. und 17. Februar ein Süßwarenautomat. Unbekannte rissen ihn aus seiner Verankerung und schleppten ihn gut 20 Meter weit hinter ein Buswartehäuschen. Hier wollten sie ihn knacken, doch der Automat gab seinen Inhalt nicht preis. Für einen weiteren Transport war er den Tätern offenbar zu schwer. Auch in diesem Fall hofft die Polizei auf Hinweise.

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