Kreisklasse Ost: SV Kohlberg muss sich dem Derby gegen Hirschau stellen
Keine lästige Aufgabe

Weiden. (fz) Bis Saisonende sind in der Kreisklasse Ost noch 15 Punkte zu vergeben. Rechnerisch gesehen braucht Tabellenführer SV Kohlberg (49) noch elf Zähler. Das aber auch nur, wenn der Zweite FC Luhe-Markt (44) vollzählig punktet. Allerdings kommt Sonntag der mit Ambitionen auf Platz zwei ausgestattete TuS/WE Hirschau (39) zum Derby. Alles andere als eine lästige Pflichtaufgabe für Stefan Schmucker und seinen SV. Rechnerisch ist nun auch geklärt, dass der VfB Rothenstadt abgestiegen ist. Der SV Störnstein, Punktelieferant vor der Winterpause, lässt im neuen Jahr aufhorchen.

TSV Pleystein       So. 15.00       DJK Irchenrieth
Sieg ist Sieg, auch wenn er nach Dusel ausschaut. TSV-Coach Bernd Reil wäre nach zwei 4:3-Heimerfolgen mit einem weiteren solchen Ergebnis mehr als zufrieden. Aber die Abwehr muss kompakter stehen und aus dem Mittelfeld unterstützt werden. Vorne würde es stimmen. Beim Gast stimmt es angesichts der drei Niederlagen in Folge hinten und vorne nicht. "Wir schießen kein Tor, machen hinten Fehler, kriegen dann eins und gehen baden", lautet die schonungslose Analyse von Trainer Alfons Brittinger. Seine Spieler würden laufen, "aber nicht dahin, wo sie sollen." Zudem weiten sich die Personalprobleme drastisch aus.
FC Luhe-Markt       So. 15.00       SV Etzenricht II
Nach dem Pflichtsieg in Waldau spricht FC-Trainer Stefan Rupprecht von einer heiklen Hausaufgabe. Rupprecht sieht nicht die Tabelle, sondern den Derbycharakter: "Der Gegner kann frei aufspielen und wir müssen gewinnen. Hoffentlich hemmt das meine Akteure nicht." Aber den Druck hat das Team schon seit der Winterpause gut weggesteckt. Beim Gast ist die Stimmung nach dem Sieg gegen Waldthurn gestiegen. Der SVE ist überzeugt, dass er mit der gleichen Einstellung den Tabellenzweiten durchaus ärgern kann. Nachdem Dewald auch noch ausfällt, ist die Fehlliste so groß geworden, dass Trainer Markus Hofbauer bis Freitag nur elf einsatzfähige Spieler hatte.

SV Kohlberg       So. 15.00       TuS/WE Hirschau
In Pfrentsch ist alles optimal gelaufen. Nun kommen für SV-Coach Stefan Schmucker die zwei entscheidenden Spiele: Sonntag gegen Hirschau und dann in Neukirchen. Aber Schmucker denkt von Spiel zu Spiel und verfolgt zwei Ziele, den Abstand auf Luhe zu halten und zu Hause ungeschlagen zu bleiben. Zum Kader des letzten Sonntag stößt Bredow hinzu. Der Gast spricht von einem schlechten Spiel gegen Rothenstadt, das alles andere als eine Generalprobe war. Zwangsweise Umstellungen verursachen Berg- und Talfahrten. Nach der Talfahrt letzten Sonntag wäre wieder eine Bergfahrt an der Reihe.
TSV Waidhaus       So. 15.00       DJK Ehenfeld
Nach der Derbyniederlage gegen Pleystein ist der TSV nochmals daheim und hat ein Sechspunktespiel vor der Brust. Gegen Pleystein habe man die zweite Hälfte gut gespielt. "Wenn wir das für Sonntag mitnehmen, dann bin ich optimistisch", sagt Trainer Klaus Karl, auch wenn die Personaldecke weiter dünn ist. Die DJK wertet das Match als "vorentscheidende Begegnung". Diese darf dem Team von Dieter Scheler nicht wie in Pleystein durch die Finger gleiten. Man weiß um das schwere Restprogramm.

SV Störnstein       So. 15.00       SV Waldau
Taktisch und diszipliniert sei sein Team in Irchenrieth aufgetreten und habe verdient gewonnen. Störnsteins Trainer Christian Deubzer erkennt an, dass seine Spieler endlich auswärts auch mal über ihren Schatten gesprungen sind. "Uns erwartet ein Kampfspiel und wir sind bereit", so der Blick von Deubzer nach vorne. Für Waldau war Sonntag zu Hause der FC Luhe zu stark. Aber nun geht's eine Etage tiefer in der Tabelle. "Wir haben in Waldthurn vor zwei Wochen gezeigt, wie es gehen sollte. Hoffentlich war das nicht nur eine Eintagsfliege", sagt Waldaus Abteilungsleiter Heinz Zetzl. Arg trifft den Gast der Ausfall von Alex Wolfrath (Dienst).
VfB Rothenstadt       So. 15.00       DJK Neukirchen
Für den VfB gibt es keine Rettung mehr. "Wir haben schon länger der Realität ins Auge gesehen", sagt Trainer Serkan Dogdu. Das Ziel ist, das Team für die kommende A-Klassensaison zusammen zu schweißen. Nach dem ersten Sieg gegen Pfrentsch hätte man Lust auf einen zweiten Heimsieg. Beim Gast ist Trainer Hans-Jürgen Mühling sauer. Zuviel läuft gegen sein Bestreben, das Team nach vorne zu bringen. "Ich werde Sonntag einige Akteure in die Reserve zurückstufen, wenn sie die letzte Gelegenheit im Freitag-Training ungenutzt verstreichen lassen", kündigt Mühling an. Tatsache ist, dass man ein Sturmproblem hat, wie der Auftritt in Ehenfeld zeigte.

FSV Waldthurn       So. 15.00       SV Pfrentsch
"Der Gast ist nicht unbedingt erfolgreich, aber wir sind es auch nicht", analysiert FSV-Coach Hubert Pühler die Lage. Sein Team sei etwas verunsichert. Da würde ein Sieg weiter helfen. Außerdem hätte man die magischen 30 Punkte erreicht und die Messe wäre gelesen. Ertl hat Hochzeit, Waldhier ist gesperrt und Albrecht bei der Bundeswehr. Beim Gast läuft es kein bisschen besser, nachdem Michael Kirchberger nicht mehr der Trainer ist. Wer nun den Takt angibt, Gerüchte sprechen von Karl-Heinz Schreiner, bleibt noch etwas im Verborgenen. Dem SV rückt aber mit seinen 24 Punkten langsam die Abstiegszone in den Nacken.
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