Kreisliga Marktredwitz: Spitzenreiter FC Tirschenreuth klarer Favorit, Verfolger SpVgg Wiesau ...
Unterschiedlich schwere Aufgaben

Der SC Mähring (links Martin Vlcek) und der ATSV Tirschenreuth (rechts Matthias Härtl) brauchen im Kampf um den Klassenerhalt jeden Punkt. Der Sportclub empfängt am Sonntag den TSV Konnersreuth, der ATSV tritt bereits am Samstag beim SV Mitterteich II an. Bild: Gebert
Tirschenreuth. (kap) Bereits am Samstag geht Kreisliga-Tabellenführer FC Tirschenreuth (1./55 Punkte) als klarer Favorit in die Partie gegen den TSV Thiersheim II (5./38). Gegen die zuletzt schwächelnden Oberfranken wäre ein Punktverlust eine herbe Enttäuschung. Vor einer undankbaren Aufgabe steht Verfolger SpVgg Wiesau (2./51) im Duell der beiden Bezirksliga-Absteiger beim TV Selb-Plößberg. "Die Spiele gegen die Oberfranken waren schon immer hart umkämpft", erinnert sich SpVgg-Coach Mario Gebhard.

Wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt werden zwischen dem ASV Waldsassen (9./28) und dem FSV Tirschenreuth (11./25) vergeben. Gegen den TSV Konnersreuth (6./37) muss der SC Mähring unter Beweis stellen, dass die beiden Auswärtssiege kein Zufall waren. Geht Schlusslicht ATSV Tirschenreuth (16./15) in Mitterteich (7./33) als Verlierer vom Platz, wird der Abstieg kaum zu vermeiden sein.

SV Mitterteich II       Sa. 15 Uhr       ATSV Tirschenreuth
SV-Trainer Markus Siller will die Gäste nicht am Tabellenplatz messen. "Die sind mit Sicherheit nicht schlechter als andere Mannschaften", warnt Siller seine Truppe. Er fordert vehement einen Sieg, um vorzeitig den Klassenerhalt zu sichern. Deshalb kann das Schlusslicht mit keinem Gastgeschenk rechnen. Lediglich hinter dem Einsatz von Maximilian Berek steht ein Fragezeichen. Realistisch gesehen mag Kollege Markus Schaumberger kaum noch an den Klassenerhalt glauben. "Es wird verdammt schwer. Aber so lange noch theoretische Chancen bestehen, werden wir alles versuchen." Warum es überhaupt nicht läuft, kann sich Schaumberger nicht erklären. Knackpunkt sei wohl die 3:4- Heimniederlage gegen Selb gewesen, als die Mannschaft einen 3:0-Vorsprung aus der Hand gab. "Ab diesem Spiel lief nichts mehr", blickt Schaumberger zurück. Personelle Veränderungen gibt es keine.
FC Tirschenreuth       Sa. 16 Uhr       TSV Thiersheim II
Mächtig strecken musste sich der Tabellenführer beim knappen 1:0-Sieg in Kondrau. "Ein Punktverlust wäre schon ärgerlich gewesen", gibt Trainer Jürgen Schmidkonz ehrlich zu. Die Thiersheimer Landesliga-Reserve scheint derzeit nicht gut drauf zu sein, aber darauf will sich Schmidkonz nicht verlassen. "Zweite Mannschaften sind immer unangenehm zu spielen, weil man nie weiß, mit welchem Kader sie antreten." Trotzdem zählt für den FC-Coach nur ein Dreier. Immerhin gilt es, die noch ungeschlagene Heimserie fortzusetzen. Alexander Wölfel kehrt in den Kader zurück, Florian Trißl fällt verletzt aus. Als krasser Außenseiter gibt sich TSV-Vorsitzender Karl-Peter Mötsch keinen großen Illusionen hin. Die "Erste" spielt zeitgleich, deshalb werden die Oberfranken mit einem abgespeckten Kader antreten.

TV Selb-Plößberg       So. 15 Uhr       SpVgg Wiesau
"Es waren schon immer hart umkämpfte Duelle mit den Hausherren", blickt SpVgg-Trainer Mario Gebhard zurück. "Selb ist nur schwer einzuschätzen. Wenn die Mannschaft einen guten Tag erwischt, kann sie jeden schlagen." Seine Truppe gehe jedoch gut vorbereitet in die Partie. Für Gebhard gilt es, den zweiten Tabellenplatz zu sichern und bei einem eventuellen Ausrutscher des Tabellenführers zur Stelle zu sein. Beruflich verhindert ist Benjamin Lauton und einige Spieler sind leicht angeschlagen. Auf Augenhöhe sieht TV-Coach Daniel Micklisch die Kontrahenten. "Schon zu Bezirksliga-Zeiten schenkten sich beide nichts. So wird es auch diesmal sein." Große Veränderungen im Kader gibt es keine.
SV Poppenreuth       So. 15 Uhr       ASV Wunsiedel
Durch den Sieg im Nachholspiel beim FC Selb halten die Hausherren Anschluss an die gesicherten Plätze. Nun gilt es nachzulegen, damit der Dreier an Wert gewinnt. Nach vier Niederlagen in Folge scheint bei den Oberfranken die Luft raus zu sein. SV-Trainer Matthias Ascherl ist aber gut beraten, die Gäste nicht daran zu messen, auch wenn sie erst zwei Auswärtsspiele gewonnen haben. "Wir werden unseren Aufwärtstrend fortsetzen", verspricht Ascherl. Gül kehrt in den Kader zurück. Nach der anhaltenden Pleitenserie orientieren sich die Gäste urplötzlich nach unten. "Wenn wir nicht weiter abrutschen wollen, muss die Niederlagenserie beendet werden", setzt Trainer Bernd Lauterbach sein Team unter Druck.

TSV Waldershof       So. 15 Uhr       FC Selb
Erleichterung kam bei den Hausherren nach dem Sieg in Konnersreuth auf. Jedoch erlaubt es die enge Tabellenkonstellation nicht, sich auszuruhen. "Gegen einen Mitkonkurrenten müssen die Zähler in Waldershof bleiben", fordert Trainer Stefan Schindler. "Wenn es uns gelingt, eine ähnliche Leistung wie in Konnersreuth abzurufen, bin ich zuversichtlich." Bis auf Hecht steht Schindler der komplette Kader zur Verfügung. Die 0:2-Heimniederlage im Nachholspiel gegen Poppenreuth holte den FC nach drei Siegen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Selber stecken weiter in Abstiegsnöten und dürfen sich ebenfalls keinen Ausrutscher erlauben. Der verletzte Torjäger Jan Schönberner wird erneut schmerzlich vermisst.
SC Mähring       So. 15 Uhr       TSV Konnersreuth
Was die schwache Auswärtsbilanz betrifft, scheint beim Sportclub mit zwei Siegen in Folge der Knoten geplatzt zu sein. Aber noch ist nichts gewonnen, die Abstiegsangst bleibt an der Grenze bestehen. Nur ein Dreier hält die Chance offen, einen gesicherten Platz zu erreichen. Mit den Auswärtssiegen im Rücken hofft Spielleiter Stefan Schneider, dass die Mannschaft selbstbewusst auftritt. Veränderungen sind nicht vorgesehen. "Wer keine Tore schießt, kann keine Spiele gewinnen", erkannte TSV-Trainer Rudi Tragl nach dem 0:1 gegen Waldershof. Laufende Umstellungen und das Fehlen von Torjäger Stefan Gabert sind die Hauptgründe, warum es bei den Gästen nicht rund läuft. Jonas Baumgärtner kehrt in den Kader zurück.

ASV Waldsassen       So. 15 Uhr       FSV Tirschenreuth
Ein Blick auf die Tabelle zeigt deutlich die Ziele beider Mannschaften. Die Hausherren wollen im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt einen direkten Konkurrenten auf Distanz halten. Ferner erinnert sich ASV-Coach Klaus Bauer an die 0:1-Niederlage aus der Vorrunde. "Dort lieferten wir unsere bisher schlechteste Saisonleistung ab." Es gibt also einiges zurechtzurücken. Eine ähnlich geschlossene Mannschaftsleistung wie in Thiersheim sollte für Bauer reichen. Die ärgerliche 0:1-Heimniederlage gegen Mitterteich II hat die Lage bei den Gästen verschärft. "Auf gar keinen Fall verlieren", lautet deshalb die Devise von FSV-Coach Jürgen Ströll. "Sonst enteilen die Hausherren." Hinter dem Einsatz von Peter Bäuml steht ein Fragezeichen.
VfB Arzberg       So. 15 Uhr       SF Kondrau
"Gegen die für mich spielstärkste Mannschaft der Liga benötigen wir schon einen besonders guten Tag, um erfolgreich zu bestehen", sagt SF-Trainer Sascha Haberkorn. Nicht vergessen hat er auch die deutliche 1:5-Niederlage aus der Vorrunde. Eigentlich wäre eine Revanche fällig, aber die Personalsituation lässt dies kaum zu. "Schon in der Vorbereitung hatten wir gegen die Sportfreunde Probleme", erinnert sich VfB-Trainer Robert Nothhaft. "Meine Mannschaft befindet sich aber in einer guten Verfassung und wird als Sieger den Platz verlassen", ist er überzeugt.
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