Kritische Töne bei der Jahreshauptversammlung der Wasserwacht - Goldene Ehrennadel für Träger
Mit gleichen Maßstäben messen

Eine hohe Auszeichnung hatte die Wasserwacht Hohenthan für ihren Vorsitzenden Engelbert Träger parat. In der Jahreshauptversammlung erhielt er für sein unermüdliches Engagement die goldene Ehrennadel.

Eine Saison mit viel Idealismus und Einsatz liege hinter der Wasserwacht, fand Träger. Der Verein habe wesentlich mit zum Erhalt des Freibades Altglashütte beigetragen. Kurz ging er noch einmal auf die vielen Arbeitseinsätze, Schwimmkurse und Trainings ein. Lobenswert sei der ehrenamtliche Aufsichtsdienst sowie die großartige Beteiligung an der Mega-Party im Freibad.

Sehr umfangreich war der Bericht des technischen Leiters und ehemaligen Schwimmmeisters Siegfried Walter. 178 Mitglieder habe der Verein derzeit. Davon seien 36 im aktiven Dienst, geführt von drei Lehrscheininhabern, einem Bootsführer, drei Rettungstauchern und einem Rettungssanitäter, welcher auch Helfer vor Ort ist. Bei 190 Dienststunden im Freibad musste 27 Mal Erste Hilfe geleistet werden.

Keine Obergrenze

Walter bedauerte jedoch, dass für das Hallenbad noch keine Gründung eines Förderkreises zu Stande gekommen sei. "Alle Euphorie ist scheinbar vergessen. Es wird mit zwei Maßstäben gemessen. Wogegen uns ein fester Betrag zur Verfügung gestellt wird, gibt es für das Hallenbad keine Obergrenze." Er unterstrich, dass Wasserwacht und Förderverein auch weiterhin ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen, wenn mit gleichen Maßstäben gemessen wird und die finanzielle Situation ausgeglichen ist.

Stellvertretender Kreiswasserwachtvorsitzender Klaus Brückner sah das Engagement ebenfalls ein wenig kritisch. "Wenn ich euren Arbeitsbericht beurteile, so muss ich sagen, ihr erledigt Arbeiten, welche eigentlich Aufgabe der Stadt sind. Ich habe jedoch Verständnis, dass diese Einsätze notwendig sind, wenn man ein Bad über drei Jahrzehnte betreut." Der Erhalt stehe im Vordergrund, denn mit einer Schließung würde eine Ära zu Ende gehen.

Bürgermeister Peter Hampel ging auf das Thema "Förderverein Hallenbad" ein. Der Verein müsste aus eigener Initiative hervorgehen. Bisher seien jedoch alle Anstrengungen gescheitert. Das weitere Problem wäre die Besetzung mit fachlich qualifiziertem Personal. Auch hier sucht die Stadt noch nach einer finanzierbaren Lösung. "Ich werde mich jedoch einsetzen, dass wir beide Bäder erhalten können", versprach Hampel.

Mitglieder-Ehrung

Eine besondere Ehrung wurde schließlich Vorsitzendem Engelbert Träger zuteil. Er war 1972 Gründungsmitglied und führt seit 1989 den Verein. Dafür bekam er die goldene Ehrennadel.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft erhielten zudem für fünf Jahre Eva-Maria Kulzer, für zehn Jahre Matthias Donhauser, Marco Donhauser, Lisa Hopfner, Michel Hopfner, Marion Hopfner, Kerstin Huntemann, Alexander Huntemann, Antonius Neu, Bernhard Sertl, Hannelore Sertl, Markus Sertl, Katja Sertl, Günter Someschan und Marianne Someschan.

15 Jahre ist Martha Jung dabei, 25 Jahre Manuela Bauer, Markus Blei, Andrea Blei und Rosemaria Hironimus. 30 Jahre halten Monika Haas, Angelika Knierer, Doris Löw, Heidi Pecher und Elisabeth Sladky dem Verein die Treue.

Die Neuwahlen verliefen problemlos. Vorsitzender bleibt Engelbert Träger, Stellvertreter Josef Träger. Technischer Leiter ist Siegfried Walter, Stellvertreter Alois Hanke, Kassier Reiner Völkl, Schriftführerin Martina Walter, Frauenwartin Andrea Walter, Beisitzer Matthias Someschan, Raimund Walter und Martin Vogel. Wasserwachtarzt bleibt Dr. Ludwig Kutzer.