Kulturschloss will einen Teil seiner ständigen Ausstellung überarbeiten
"Made in Ostbayern"

Das Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern im Kulturschloss ist derzeit dabei, einen Teil seiner ständigen Ausstellung zu überarbeiten. Bisher gab dieser Part unter dem Titel "Regionen im Wandel" einen Überblick über die wichtigste Industrien Ostbayerns. Seit einem Jahr arbeitet Dr. Ulrike Laufer, Historikerin und Kuratorin, daran, diese neue industriegeschichtliche Abteilung unter dem Namen "Made in Germany - Made in Ostbayern" neu zu konzipieren.

Eröffnung soll im März 2014 sein. In mehreren Abschnitten sollen Unternehmen, Produkte, die vielfach Weltruf haben, vor allem aber die bodenständige Arbeiterschaft in der Oberpfalz von 1800 bis in die Gegenwart, in den Vordergrund gestellt werden.

Beihilfe von der HAW

Das Projekt stellte Dr. Ulrike Laufer aus Essen bei einem Matinee-Vortrag in Theuern vor. Sie zeigte sich erfreut, dass sie auf die Unterstützung diverser Firmen aus der Oberpfalz - unter anderem mit Exponaten aus der jeweiligen Zeit, Schriften und Bildern - zählen kann. Besonders förderlich sei, dass sie von der HAW Amberg-Weiden Beihilfe erwarten könne, erklärte Laufer.
Ein Exponat steht bereits im Ausstellungsraum: ein Messerschmitt-Kabinenroller von 1959. Die Ausstellung werde in mehrere Abschnitte unterteilt: Aufbruch ins Industriezeitalter ab 1860 (Weltfirmen wie Seltmann Weiden, Maxhütte, Baumann in Amberg, Bauscher Weiden Luitpoldhütte und Buchtal), das Kaiserreich bis 1914, Kriege und Krisen, die Epoche des Wirtschaftswunders (1948 bis 1989), woran die Oberpfalz ein gerüttelt Maß an Anteil gehabt habe. Und schließlich gehe es um Innovation, Forschung und Hightech.

Eine richtige Zeitreise

Ulrike Laufer zeigte sich überzeugt, dass viele Firmen sich durch Rat und Tat in den Dienst der Sache stellen und eine bisher noch nie da gewesene Zeitreise ermöglichen werden. Schließlich will ihren Worten nach die Ausstellung zeigen, dass die Region Oberpfalz, die viele Deutsche kaum und als Industriestandort schon gar nicht kennen, wesentlich dazu beitrage, dass Deutschland in Europa der Industriestandort Nummer eins und in der Welt Nummer zwei hinter China sei.
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