Kundgebung zum Tag der Arbeit in Auerbach - Alfred Melchner zum 50. Mal Organisator
"Streik ein Mittel der Demokratie"

"Ich bin überwältigt", gestand Alfred Melchner bei der Maikundgebung im SV 08-Sportheim an der Degelsdorfer Straße. Die Vertrauensleute von ZF hatten die Geschichte der Gewerkschaften an Plakatwänden aufgebaut und sorgten so für den passenden Rahmen der Maikundgebung.

Zum 50. Mal hatte Alfred Melchner als DGB-Ortskartellvorsitzender die Veranstaltung organisiert, unterstützt von den ZF-Mitarbeitern. Eingebettet in ein Familienfest, demonstrierten die Beteiligten an diesem Tag für die Würde der arbeitenden Menschen, so Melchner. Seit Jahren werde Arbeit entwertet, sichere Ganztagsbeschäftigung in unsichere Jobs im Niedriglohnsektor umgewandelt. Dies gelte auch für die Arbeit in Auerbach. Im Handel sei im Moment jede dritte Frau im Minijob angestellt.

Bürgermeister Joachim Neuß meinte in seinem Grußwort, Deutschland sei ein reiches Land, aber nicht jeder profitiere davon. Kinderarmut und Altersarmut seien auf dem Vormarsch. Es sei die Botschaft des 1. Mai, dass die Volkswirtschaft stabilisiert und der Dialog in den Vordergrund gerückt würden.

IG-Metall-Bevollmächtigter Horst Ott stellte klar, dass mit den ab sofort laufenden Warnstreiks die Mittel der Demokratie genutzt würden. Bereits um 0 Uhr hätten die ersten Maßnahmen stattgefunden. Auch bei ZF sollen Warnstreiks auf die laufenden Tarifverhandlungen Einfluss nehmen. Am 14. Mai werden alle Schichten im Auerbacher Betrieb bestreikt werden. Ott stellte außerdem klar, wenn es keine Einigung gebe, dann folgten die Urabstimmung und der "richtige" Streik.

Eine umfangreiche Tombola zugunsten des Archeladens, Kinderbelustigungen und Brotzeit sowie Kaffee und Kuchen fanden einen regen Zuspruch bei den Gästen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.