03.02.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Langjähriger Vorsitzender der Feuerwehr Woppenrieth kandidiert nicht mehr - 50 Prozent ... Ludwig Kindl steht für bedeutendes Kapitel

von Erich SpickenreitherProfil

In den 70er Jahren stand die Feuerwehr Woppenrieth kurz vor ihrer Auflösung. Doch das ist längst kein Thema mehr. Heute steht diese kleine Wehr weitaus besser da als manche größere. Das alles ist mit dem Namen Ludwig Kindl eng verbunden.

Nach seinem Eintritt in die Feuerwehr im Jahre 1980 stand er zunächst im zweiten Glied, ehe er von 1986 bis 2004 Verantwortung als Vorsitzender übernommen hat. Diese Ära ist nun am Donnerstag zu Ende gegangen. In der Generalversammlung im Gasthaus Bauer kandidierte der langjährige Vorsitzende nicht mehr und hat sein Amt in jüngere Hände gelegt.

Ludwig Kindl hat jedenfalls ein sehr bedeutendes Kapitel in diesem Traditionsverein geschrieben. Gerade mal 378 Mark seien bei seinem Amtsantritt in der Vereinskasse gewesen, erinnerte Kindl. Mit dem 100-jährigen Jubiläum (1989) und dem Festwirt beim Jo-dokritt (1993) sei es finanziell aufwärts gegangen.

Er verhehlte nicht, dass dies alles nur miteinander möglich gewesen sei. "Ihr habt immer voll mitgezogen", lobte er seine Truppe, vergaß dabei nicht den großen Einsatz aller Frauen. Dabei sei zu keinem Zeitpunkt die Aus- und Fortbildung vernachlässigt worden. Ludwig Kindl kann jedenfalls sehr stolz auf das Geleistete sein. Wie kein anderer hat er es verstanden, die Wehr und das ganze Dorf immer wieder für neue Herausforderungen zu motivieren.

Nach Totengedenken und Verlesen des Protokolls durch Schriftführer Helmut Bamler schaute Vorsitzender Ludwig Kindl auf das Vereinsgeschehen zurück. Kommandant Andreas Bauer listete die verschiedenen Aus- und Fortbildungen auf, darunter auch zwei Leistungsprüfungen. Den Feuerschutz habe man ernst genommen.

Eine Durststrecke macht gegenwärtig die Jugendfeuerwehr durch. Das Aufrücken zu den Aktiven habe man bisher noch nicht ausgleichen können, begründete Claudia Bauer die Nachwuchssorgen.

Bei Kassier Hans Uschold war die Kasse erneut in besten Händen. Junge Mitglieder sind dann bei den Neuwahlen bereit gewesen, für die nächsten sechs Jahre Verantwortung zu übernehmen: Vorsitzender Rainer Heuberger, Vertreter Helmut Bamler, Schriftführerin Anita Heuberger, Kassier Hans Uschold, Kassenprüfer Johannes Heuberger und Barbara Baier.

Bürgermeister Matthias Grundler lobte die gute Gemeinschaft und den großen Zusammenhalt, hob das Engagement des langjährigen Vorsitzenden Ludwig Kindl hervor, der wie kein anderer es verstanden habe, die jungen Leute zu begeistern.

In den 16 Jahren, in denen er nun schon nach Woppenrieth komme, habe er die Erfolgsstory der kleinsten Wehr im östlichen Teil des Landkreises Neustadt/WN hautnah miterleben können und habe deshalb einen besonders guten Kontakt, lobte Kreisbrandmeister Hans Kleber das beispielhafte Engagement und hob auch den großen Anteil der Frauen von 50 Prozent hervor. Er kenne keinen Ort, in dem alle für den Feuerschutz ausgebildet seien.

Der einstimmige Beschluss, Ludwig Kindl wegen seiner großen Verdienste zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen, hatte am meisten ihn selber überrascht.

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