Lehrgang in Neukirchen mit Meister Lothar Ratschke - Teilnehmer aus Bundesgebiet und Schweiz
Jeder Karateka sollte Vorbild sein

Bereits zum fünften Mal konnte der Karateverein Shotokan Dojo Neukirchen Meister Lothar J. Ratschke für einen Lehrgang in Neukirchen gewinnen. Über 70 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet und der Schweiz waren der Einladung gefolgt.

An zwei Tagen vermittelte Meister Ratschke in sieben Trainingseinheiten ursprüngliche Formen des traditionellen Karate und viel von seinem breitgefächerten, theoretischen Wissen. Er zerlegte komplexe Techniken in leicht nachvollziehbare Schritte und erklärte deren Anwendung, die die Teilnehmer sofort am Partner einübten.

Dabei legte er großen Wert auf gesundheitsorientierte und biomechanische Gesichtspunkte. Durch einfache Beispiele aus der Alltagswelt und seine unverwechselbare, charismatische Art verstand Sensei Ratschke es meisterhaft, auch die Kinder in seinen Bann zu ziehen.

Wie schon in den vergangenen Jahren nahmen überproportional viele Schwarz- und Braungurtträger an allen Trainingseinheiten teil. Obwohl sie schon viel Erfahrung und gute Grundtechniken besitzen, zeigte Sensei Ratschke ihnen immer wieder neue Aspekte auf und gab so Anregungen für ihr eigenes Training mit auf den Weg.

Es war faszinierend zu sehen, mit welch ausgefeiltem Können und mit welcher Dynamik und Präzision der Meister die Techniken demonstrierte und anschaulich erklärte. Nicht nur beim abendlichen Zusammensein in der örtlichen Pizzeria wurde deutlich, dass Meister Ratschke auch außerhalb der Halle die Grundsätze vorlebt, die er im Training vermittelt: Die Beharrlichkeit, das ganze Leben an sich und seiner Persönlichkeit zu arbeiten, anderen gegenüber stets höflich und respektvoll zu sein, seinen eingeschlagenen Weg zu verteidigen und sich auch in prekären Situationen im Griff zu haben.
Diese Regeln übertrug Ratschke anschaulich auf Schule und Arbeitswelt. Seine Aufforderung: Jeder Karateka sollte Vorbild sein und nach diesen Leitlinien leben. In den letzten beiden Einheiten am Sonntag hieß es für vier Prüflinge noch einmal alle Kräfte sammeln.

Gerhard Kerscher, der Dojoleiter von Neukirchen, nahm zwei Karatekas aus Schwandorf die Prüfung zum 7. und 6. Kyu ab, Lothar Ratschke prüfte aus dem heimischen Dojo Tobias Kerscher und einen weiteren Karateka aus Schwandorf zum 2. Kyu. Erleichtert nahmen die Prüflinge zum Schluss alle ihre Urkunden mit den besten Glückwünschen für ihren weiteren Karateweg entgegen. Lothar Ratschke wies darauf hin, dass Neukirchen als Stützpunkt für Okinawan Kempo in Bayern fungiert.

Okinawan Kempo ist der Name einer engagierten Gruppierung von Budokas, welche innerhalb des Deutschen Karate Verbandes verstärkt die alten Kampfkünste Okinawas und deren chinesischen Ursprünge sowie die Kampfkunst in der Tradition von Seiko Shihan Prof. Taiji Kase pflegen.
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