Lotsen der Realschule nehmen Arbeit auf - Schirmmützen, Warnweste und Kelle
Verantwortung für Mitschüler

Neun Schüler der siebten und achten Klassen der Realschule absolvierten die theoretische und praktische Ausbildung zu Schülerlotsen und stehen ab jetzt an der Übergangsstelle in der Michelfelder Straße.

"Nicht überfahren"

"Die Autos haben uns nicht überfahren", fasst einer von ihnen seine ersten Erfahrungen als Schülerlotse zusammen. Mit ihren leuchtenden Schirmmützen, Warnwesten und Kellen sind sie auch wirklich nicht zu übersehen. "Ich bin eine strahlende Persönlichkeit", scherzt ein Schülerlotse. Die Verkehrswacht Auerbach mit ihrem Vorsitzenden Martin Kozik spendete diese wichtige und kleidsame Ausrüstung. "Es gehört schon Mut dazu, sich mitten in die Straße zu stellen", meint Bernhard Ziegler, Polizeihauptmeister der Polizei Auerbach, anerkennend.

Er freut sich, dass die viel beklagte Gefahrenstelle vor der Realschule nun sicherer wird. Für einen "Zebrastreifen" reiche das Fußgängeraufkommen nicht aus, da der Übergang eben nur zu Stoßzeiten (Schulanfangs- und Schulschlusszeiten) stark frequentiert ist.
Erika Beyerlein, die Verkehrsbeauftragte der Realschule Auerbach, erstellte einen Einsatzplan für die Schülerlotsen, die von 7:15 bis 7:45 Uhr, also vor Beginn des Unterrichts, und nach der 6. und 7. Schulstunde (ab 12.40 Uhr) ihren Dienst verrichten. Je mehr Schülerlotsen es gibt, umso besser! Deshalb hofft Ziegler, dass die neun "Vorreiter" kräftig Werbung machen, damit der Nachwuchs gesichert und die Maßnahme "nachhaltig" ist.

Bescheinigung erhalten

"Ich will mich für die Gemeinschaft einsetzen", erklären die frisch gebackenen Schülerlotsen, die am Ende des Jahres auch eine Bescheinigung für ihr lobenswertes Engagement erhalten.

Dass Schüler auf diesem Gebiet Verantwortung übernehmen, freut besonders die Realschuldirektorin Schwester M. Lioba Endres: "Ich bin stolz auf Euch und danke Euch für Euere Bereitschaft, Zeit und Kraft über die alltäglichen Pflichten hinaus der Schule zu schenken."
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