25.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Lücke auf dem Kürmreuther Kirchturm geschlossen - Vorgänger kam während Sanierung abhanden Ersatz für den verschollenen Gockel

Pünktlich zum Kirchweihfest in Kürmreuth blitzte vom Kirchturmdach der St. Laurentiuskirche wieder ein kupferner Gockel. Er zeigt den Dorfbewohnern weithin sichtbar die Richtung an, woher der Wind weht.

Ein neuer Gockel auf dem Dach der Laurentiuskirche zeigt den Kürmreuthern, woher der Wind weht. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Auf die frühchristliche Bedeutung des Hahns als Mahner des Glaubens ging Dekan Karlhermann Schötz bei seiner Festpredigt anlässlich des Kirchweihgottesdienstes ein. So wie der Gockel mit seinem lauten Krähen frühmorgens den Menschen das Ende der Nacht verkündet, erinnert er als Symbolfigur die Christen, auch in schwierigen Phasen des Lebens am Glauben festzuhalten.

Dekan Schötz löste durch seinem Besuch ein Versprechen ein, das er dem scheidenden Pfarrer Klaus Keyser gegeben hatte. Er setzte sich während seines Wirkens in Edelsfeld und Kürmreuth für einen neuen Gockel ein.

Vor den anwesenden Kirwapaaren und Gottesdienstbesuchern bekundete Schötz weiter den Dank für die zahlreichen Geldspenden, die eine Erneuerung des Gockels erst ermöglicht hatten. Der alte Gockel hatte bereits arg unter dem Wetter gelitten. Bei den Sanierungsarbeiten des Kirchendachs machte er sich dann selbstständig und wurde nicht mehr gefunden.

Ebenso werteten die Kindergottesdienstkinder den Außenbereich vor dem evangelischen Gemeindehaus farblich auf. Beim Abschlusstreffen Ende Juli bemalten an die zwanzig Kinder Zaunlatten mit Gesichtern und bunten Motiven, die später dann vom Kigo-Team am Gartenzaun befestigt wurden. Beim Sommerfest wurde gesungen und gebastelt. Auf dem Spielplatzgelände gab es kurzweilige Spiele.

Außerdem befassten sich die Kinder auch mit den Festen und Gebräuchen anderer Religionen. So wurde das Diwali-Fest (Lichterfest) in Indien mit einer Legearbeit veranschaulicht. Dies wurde auch zum Anlass genommen, dem eigenen Patenkind des Kindergottesdiensts in Kürmreuth in Tibet ein Paket zu senden. Gemeinsam wurden kleine Geschenke gespendet, in englischer Sprache beschriftet und liebevoll verpackt.

Ein "Vergelt's Gott" galt dem Kirchenvorstand und Zimmerer Karl Kohl, der mit seiner Belegschaft kostenlos den Wetterhahn aufs Kirchendach montierte und die Zaunlatten für die Kinder anfertigte.

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