11.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Manuela Haydn wird mit ihrem Pferd "Pastis" bayerische Vizemeisterin im Distanzreiten Marathon für Mensch und Tier

Manuela Haydn ist bayerische Vizemeisterin im Distanzreiten. Die gebürtige Niederbayerin lebt in Auerbach und reitet seit sie denken kann, wie sie sagt. Klar, sie stammt ja auch aus einer Reiterfamilie. Ihren 12-jährigen russischen Vollblutaraber Pastis, den sie als Fohlen kaufte, hat sie selbst ausgebildet.

Ein perfektes Team: Manuela Haydn und ihr Vollblutaraber Pastis. Bild: swt
von Autor SWTProfil

Distanzreiten ist der Marathon unter den Reitsportarten, erklärt Haydn unserer Zeitung. Es werden Strecken von 40 bis 160 Kilometer am Tag angeboten. Es gibt vor, während und nach dem Ritt Tierarztkontrollen, um die Verfassung des Pferdes zu überprüfen. In den vorgeschriebenen Kontrollpunkten und vor den Pausen muss der Puls des Pferdes schnellstmöglich, spätestens aber nach 20 Minuten auf 64 Schläge herabgehen.

Puls wird kontrolliert

Bei höheren Tagestemperaturen sollte sogar der Puls bei 60 Schlägen liegen. Das Pferd darf nicht lahm gehen oder dehydriert sein. Im Ziel muss das Pferd immer noch in der Verfassung sein, 20 Kilometer zu laufen. Eine Herausforderung für Pferd und Reiter. Das ist bei Manuela Haydn aber nicht schwierig, die ausgebildete Tierheilpraktikerin kennt sich bestens mit ihrem Pferd aus.

Die Bayerische Meisterschaft fand in Marloffstein auf der Wunderburg statt. "Ich hatte heuer schon einige Erfolge und habe ich mich dazu entschlossen, mich mit den besten Reitern in Bayern zu messen und an der bayerischen Meisterschaft teilzunehmen." Der 113-Kilometer-Ritt in Marloffstein ist einer der schwersten Ritte in Bayern, da sehr viele Höhenmeter zu überwinden sind (über 4600) und sehr anspruchsvolle und harte Böden hat. Man muss sich für die Bayerische Meisterschaft mit seinem Pferd qualifizieren, indem man in zwei Jahren hintereinander jeweils einen mittleren Distanzritt mit mindestens 60 Kilometern vorweist.

Fünf Untersuchungen

"Distanzreiten ist ein sehr aufwendiger Sport, bei dem aber immer auf die Gesundheit des Pferdes geachtet wird. Pro Ritt sind mindestens fünf Tierarztuntersuchungen zu absolvieren", erklärt Haydn. "Sehr wichtig bei diesem Sport ist auch die Betreuung unterwegs. "Meine Betreuer, mein Mann und eine Freundin, begleiten mich mit dem Auto und versorgen das Pferd unterwegs mit Wasser und in den Pausen mit Futter. Ohne Betreuer ist dieser Sport nicht möglich und natürlich muss dies ein eingespieltes Team sein, um Erfolge zu erzielen."

Manuela Haydn hat aber nicht nur Pferde als Leidenschaft, die Auerbacherin züchtet auch noch Hunde, nämlich Mini American Shepherds.

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