Marianne Schober gibt ihr Geschäft in der Unteren Vorstadt nach 20 Jahren auf - Vorfreude auf ...
Der letzte Herbst für "Kunst im Hinterhof"

"Ich war immer schon überrascht, wie viel Ideen in Menschen stecken und was sie daraus machen!" Diese Energie hat sich Marianne Schober 20 Jahre lang zu nutze gemacht und sich einen Traum erfüllt. Im idyllischen Hinterhof ihres Anwesens in der Unteren Vorstadt in Auerbach hat die 64-jährige ein kleines Künstlerparadies geschaffen.

"Kunst im Grünen" oder "Nacht der Lichter": Kleine, aber feine Ausstellungen setzte die gelernte Handarbeitslehrerin dort Jahr für Jahr in Szene. Bald gehören diese Events der Vergangenheit an. Marianne Schober hört auf. Nach 20 Jahren schließt sie ihren Kunstgarten und ihr Geschäft.

Eine Rückblende: Schon immer hat sich Marianne Schober für Kunst interessiert, gerne Ausstellungen besucht. Zehn Jahre unterrichtete die Lehrerin in Eschenbach, dann wechselte sie an die Hauptschule in Auerbach. Als die zweite Tochter zur Welt kam, blieb sie zunächst zu Hause.

Hobby zum Beruf gemacht

Die Idee, künstlerisches Flair nach Auerbach zu bringen, ließ sie nicht los. Und so baute sie zusammen mit ihrem Ehemann die ans Wohnhaus angrenzende Scheune um und bestückte die malerischen Räume mit den ersten Kunstgegenständen. Zahlreiche Kontakte, die sie auf ihren Ausstellungsbesuchen zu Künstlern hergestellt hatte, kamen ihr zugute.

"Ich war immer schon begeistert von Malerei oder Keramiken", erzählt Marianne Schober. Die Idee, ihr Hobby zum Beruf zu machen, fand im Bekanntenkreis allerdings nicht nur Zustimmung. "Skeptiker sagten, das geht in Auerbach nicht. Doch ich war mir sicher, dass gerade hier auch ein Interesse an Kunst und schönen Dingen besteht. Ich liebe schöne Dinge und dachte mir, dass das viele Auerbacher auch tun", erinnert sie sich.

Der Erfolg der ersten Jahre gab ihr recht. Keramiken, Bilder oder kleine Wohnaccessoires auf zwei Etagen - bald schon hatte sich die "Kunst im Hinterhof" herumgesprochen. In der oberen Galerie der alten Scheune liefen wechselnde Ausstellungen.

Die Familie stand dahinter

Schon bald wurde es eng; Marianne Schober nahm den Garten als Ausstellungsfläche dazu. Unter den alten Apfelbäumen am Gartenteich entfalteten Metallvögel und Glasobjekte oder der leise Klang von Glockenspielen eine besondere Wirkung. Unterstützt durch Ehemann Josef Schober und die Töchter, baute Marianne Schober "Kunst im Hinterhof" über die Jahre vom Geheimtipp zum Treffpunkt für Liebhaber schöner Dinge aus. Auch aus den benachbarten Landkreisen kamen Kunden.

Ab Montag läuft der letzte Herbstverkauf im Hinterhof. Weihnachtliches ist ab 1. Oktober zu haben. Flyer kündigen das Ende des Geschäfts an. Mittlerweile haben sich Marianne und Josef Schober in der ehemaligen Galerie häuslich eingerichtet, mit Blick auf den schönen Garten. Damit verwirklichen sie noch einmal einen Traum: Hier wollen sie ab dem neuen Jahr den Ruhestand genießen.
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