12.06.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Marktrat genehmigt den Vorentwurf des Landschaftsplanes Der nächste Schritt

Der nächste Schritt auf dem Weg zum neuen Landschaftsplan ist getan.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Gottfried Plank vom Planungsbüro Rembold berichtete, dass im März und April die Träger öffentlicher Belange ihre Statements zum Vorentwurf abgaben. Sie hätten "keine grundsätzlichen Einwendungen erhoben". Soweit möglich, wurden die Anregungen in den Plan eingearbeitet oder eine entsprechende Abwägung getroffen.

Bedenken gab es beispielsweise hinsichtlich einer bei der A6-Ausfahrt bei Schiltern eingezeichneten Vorbehaltsfläche für eine gewerbliche Nutzung, die mit der Schutzzone des "Naturparks Oberpfälzer Wald" kollidiere. Doch durch die A 6 ergebe sich eine völlig neue Situation. Wernberg-Köblitz solle ja als Gewerbestandort weiterentwickelt werden. Der Marktrat genehmigte den Vorentwurf. Er ist nun öffentlich ausgelegt. In dieser Zeit können nochmals Anregungen vorgebracht werden. Die Privateinwendungen werden dann in einer eigenen Sitzung abgehandelt.

Im Mai hatte der Marktrat die Änderung des Flächennutzungsplanes zur Erweiterung des Baugebietes "Bergäcker" beschlossen. Nach bisheriger Verwaltungspraxis wurde der nachfolgend notwendige Bebauungsplan in der Regel erst nach Rechtskraft oder zumindest absehbarer Genehmigung des Flächennutzungsplanes auf den Weg gebracht. Mit Blick auf die verschärften Umweltprüfungsvorschriften durch das am 1. Juli in Kraft tretende neue Baugesetzbuch möchte die Verwaltung zumindest für diesen kleinen Bebauungsplan noch in den Genuss der Übergangsregelung kommen. Auch wenn die westliche Grenze noch nicht definiert sei, solle der Aufstellungsbeschluss gefasst werden.

Für Georg Schlögl war dies eine unübliche Praxis. Die Änderung des Flächennutzungsplanes müsse abgewartet werden. Und das Gremium könne in der öffentlichen Sitzung keinen Bebauungsplan aufstellen und nichtöffentlich die Grenzen festlegen. Verwaltungschef Kurt Reiner dazu: Das Gremium beschließe die Aufstellung des Bebauungsplanes. Dann folge die vorgezogene Bürgerbeteiligung. Erst danach werde der Plan endgültig festgezurrt. Mit fünf Gegenstimmen segnete der Marktrat den Aufstellungsbeschluss ab. Der tatsächliche Umfang des Bebauungsplanes wird nach Anhörung der Betroffenen festgesetzt.

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