Markus Vogel fährt beim Weißen Rausch vorne mit
In der Schlusskurve den Sieg verschenkt

Markus Vogel (rechts) mit Peter Lechner, dem Sieger des Rennens in Sankt Anton. Bild: whü
(whü) Ein Ausrutscher in der Zielkurve kostet Markus Vogel den Sieg beim Weißen-Rausch-Rennen in St. Anton am Arlberg. Der Windischenlaibacher absolvierte das Rennen in der Gruppe der Monoskifahrer. Dabei ging es am Abend des vorletzten Skitags der Saison aus 2800 Metern eine zehn Kilometer lange Strecke über teils kaum präparierte Pisten bis hinunter nach St. Anton.

Dieses Jahr starteten knapp 600 Skiläufer unterschiedlicher Disziplinen nacheinander in drei Gruppen vom Halbrund unterhalb der Bergstation der Valluga. Im Massenstart stürzten sie sich in Richtung Tal, um kurz darauf die erste Schikane zu erreichen, einen gut 200 Meter langen Anstieg über 60 Höhenmeter.

Diesen konnten die Monoskifahrer nur mit der Hilfe von Freunden aus der Skischule AZ aus Pettneu am Arlberg bewältigen, die sie jeweils im Dreier-Gespann den Berg hinauf unterstützten. Die zweite Schikane in diesem Jahr war von den Organisatoren nicht eingeplant: Die Wetterlage bescherte eine dicke Nebelschicht zwischen Ulmer Hütte (2288 Meter) und der Talstation Kandahar (1695 Meter) mit Sichtweiten von maximal zehn Metern. So mancher Teilnehmer wusste da nicht mehr weiter.
Vogel platzierte sich in seiner Gruppe gleich ganz vorne und hielt diese Position durch steile Schussstrecken und über Buckelpisten hinweg - er unterhielt sogar noch unter dem Beifall die Zuschauer mit kleinen Kunststückchen während der Abfahrt. In der Einfahrt zur Zielkurve jedoch wählte er, der als Monoskilehrer auch Skilehrer im Behindertenskilauf ausbildet, eine falsche Linie und blieb im weichen Sulzschnee stecken.

Diese Chance nutzte der nachfolgende Peter Lechner - Vogel hatte knapp das Nachsehen und wurde Zweiter. Nach kurzer Enttäuschung überwog bald die Freude über ein verletzungsfreies Rennen, in dem jeder Teilnehmer gefeiert wird.
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