18.02.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Mehrheit des Tännesberger Gemeinderates lehnt Antrag auf Baugenehmigung für Umbau der ... "Lösung unrealistisch bei leeren Kassen"

von Erich SpickenreitherProfil

Der Umbau der früheren Schusterhalle zum Feuerwehrgerätehaus löste am Freitag im Gemeinderat eine kontroverse Debatte aus, die nicht die letzte gewesen sein dürfte. Während sich Bürgermeister Matthias Grundler und die Freien Wähler für den Antrag auf Baugenehmigung aussprachen, lehnten CSU und SPD den Antrag mit 7:6 Stimmen ab.

Die Gewährleistung des Feuerschutzes stand auch für Erich Spickenreither in der Diskussion außer Frage. Er betonte aber, dass angesichts leerer Kassen diese Lösung bei einem Kostenvoranschlag von etwa 332000 Euro als unrealistisch angesehen werden müsse.

Helmut Albrecht meinte, man sollte bald bauen, bevor die Zeiten noch schlechter würden. Für Richard Krichenbauer ist die Konsolidierung des Haushalts vorrangig. Man sollte durchrechnen, ob ein Neubau an anderer Stelle dieses Areals nicht doch billiger komme, schlug Max Völkl vor. Auch die Verwendung des Gebäudes als Multifunktionshalle wurde wieder ins Gespräch gebracht.

Nach den Ausführungen von Architekt Josef Schönberger entspreche die Planung dem Mindestprogramm. Ein genehmigter Bauplan verpflichte nicht zum sofortigen Baubeginn.

Die Ausbaulänge der Hauptstraße in Kleinschwand im Rahmen der Dorferneuerung betrug bisher 397 Meter vom Anwesen Hafner bis zur Kirche. Der Ausbau der Reststrecke bis zum Ortsausgang bringt für die Gemeinde eine Mehrbelastung von etwa 41000 Euro. Der Betrag wird zum Teil umgelegt. Die Planungskosten für Dorfplatz, Hauptstraße, Oberer Weg und Trathweiherweg erhöhen sich von bisher 19000 Euro auf 27000 Euro. Der Gemeindeanteil liegt bei 13905 Euro.

Während die Bushaltestelle am Raiffeisenwarenhaus bestehen bleibt, wird die Haltestelle gegenüber dem Anwesen Irlbacher in der Raiffeisenstraße wegen eines Einspruchs wieder eingezogen. Bei der Feuerwehr Woppenrieth wurden Andreas Bauer als Kommandant und Martin Uschold als Stellvertreter bestätigt.

Auf Antrag von Marktrat Spickenreither wurde die "Ausschreibung und möglicher Verkauf des "Dr.-Hauses" in den öffentlichen Sitzungsteil verlegt. Gegen die CSU wurde mit 7:6 Stimmen beschlossen, Haus, Grundfläche und Stellplätze zum Verkauf auszuschreiben.

Als finanzschwache Gemeinde hat der Markt Tännesberg eine erfreuliche Bedarfszuweisung von 35000 Euro erhalten. Laut einer Mitteilung des Staatsministers für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller, ist die Zukunft des Forstamtes Tännesberg noch nicht spruchreif.

Der vom Ortsverband der Jungen Union vor Jahren errichtete Kinder- spielplatz in der Siedlung ist reparaturbedürftig. Bürgermeister Grundler will die Junge Union zur Mithilfe einladen. Wegen fehlender Räumlichkeiten wird es bei der Europawahl in Kleinschwand kein Wahllokal geben.

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