16.06.2012 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Michelfelder organisieren am 1. Juli Marktfest - Vereine arbeiten Hand in Hand Premiere im schmucken Klosterhof

Erstmals in diesem Jahr wird es in Michelfeld ein Marktfest geben. Im Klosterhof in Michelfeld ist am Sonntag, 1. Juli, ein Programm rund um einen Markt geplant. Dafür arbeiten Michelfelder und Nasnitzer Vereine und Gewerbetreibende Hand in Hand.

von Autor KEKProfil

Es sei schon im vergangenen Jahr ein Michelfelder Dorffest im Gespräch gewesen, sagt Manfred Kohl vom Organisationsteam, hauptsächlich initiiert von Dieter Hofmann, Bauunternehmer und Vorsitzender des ASV Michelfeld. Offen sei aber lange gewesen, wo man das Fest abhalten soll und vor allem wie. Der Grundgedanke sei aber gewesen: Etwas gemeinsam tun. "Wenn alle Vereine miteinander etwas machen, dann muss jeder etwas weniger dafür tun", so Kohl.

Der Geistesblitz

Dann kam der Geistesblitz: Hatte man nicht früher einen Markt? In der Tat: 1144 verlegte man den Markt rund um das Kloster nach Auerbach. Den Mönchen war das Markttreiben einfach zu laut, es störte das In-sich-gekehrte Leben der Mönche und auch die Gottesdienste erheblich.

Auerbach wird Stadt

So wanderte der Markt - damaliger pulsierender Umschlagplatz von Waren aller Art - nach Urbach, das wohl 1144 nicht viel mehr war, als eine Ansiedlung mit Acker und vielleicht ein paar Auerochsen drum rum, jedenfalls völlig unbedeutend.
Mit der Verlegung des Markts siedelten auch viele Michelfelder Familien nach Urbach um. Während die Klosterbewohner nun ihre Ruhe hatten, wuchs der Nachbarort Auerbach, auch weil einige Zeit später auch die Marktrechte von Hopfenohe dorthin gingen. Auerbach wurde 1314 zur Stadt erhoben, was man in zwei Jahren auch entsprechend feiert, Michelfeld blieb Dorf. Auch heute noch reiben Michelfelder den Auerbachern gerne und scherzhaft diesen historischen Umstand unter die Nase, verbunden mit der Frage: "Was wäre, wenn die Marktrechte in Michelfeld geblieben wären?"

Historischer Hintergrund

Man hat auf jeden Fall nun für das Dorf-, respektive Marktfest, einen historischen Hintergrund gefunden. Und auch im Hinblick auf die Pläne der Stadt Auerbach das Umfeld um das Kloster Michelfeld in absehbarer Zeit attraktiver zu gestalten, wäre das Marktfest ein guter Anfang.

Das Marktfest beginnt um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der Asamkirche. Nach Bieranstich und Weißwurstfrühschoppen wird der Markt um 10.30 Uhr geöffnet, an dem sich Kunsthandwerker und Gewerbetreibende beteiligen.
Ab 13.30 Uhr präsentieren sich auch die Michelfelder Vereine, hauptsächlich mit einer Spielstraße für kleine und große Kinder. Unter anderem soll es Torwandschießen, Fahrten mit dem Feuerwehrauto und Schießen mit dem Lichtgewehr geben. Um 14.30 Uhr ist eine Aufführung des Michelfelder Kindergartens geplant und ab 16.30 Uhr wird mit den Hirschbachtalern gefeiert.

Um 22 Uhr soll das Marktfest beendet werden. "Eine Unsicherheit gibt es noch", sagt Manfred Kohl. Wenn Deutschland in das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft kommt, wird wohl Public Viewing angesagt sein.

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