30.01.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber verleiht Antonie Oberem das Bundesverdienstkreuz Beispielhafter Einsatz für das Gemeinwohl

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Ein großer Tag für Antonie Oberem aus Wernberg-Köblitz: Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber verlieh ihr gestern in der Staatskanzlei das Bundesverdienstkreuz am Bande. Mit der Auszeichnung wurde Oberems jahrzehntelanger, beispielhafter persönlicher Einsatz für das Gemeinwohl gewürdigt.

"Unser Staat lebt nicht vom Staat, sondern von Engagement ihrer Bürger und von der Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen". Das Zitat des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog stellte Ministerpräsident Stoiber in den Mittelpunkt seiner Rede.

Engagement zeigte Antonie Oberem besonders in der Sterbebegleitung "Omega". Die Gründung der Regionalgruppe Oberpfalz geht auf sie zurück. "Während so mancher Tagung hat sie sich darum bemüht, Inhalte über Lebens- und Sterbebedingungen zu erarbeiten und dabei die Omega-Idee zum Nutzen von Sterbenden und der ihnen Nahestehenden zu integrieren und umzusetzen", betonte Stoiber. Als eine der wenigen Vertreterinnen der "Omega-Idee" im süddeutschen Raum unterstütze und begleite sie sterbende Menschen. "Sie lässt die Sterbenden, aber auch die Angehörigen und Freunde an ihrem eigenen Leben teilhaben und baut so eine vertrauensvolle Beziehung auf."

Weiter beschäftigt sich die Wernberg-Köblitzerin in einer Gruppe mit Paliativ-Medizin, wo man sich nicht nur auf die ursächlichen Krankheiten, sondern mehr auf die Linderung der Schmerzen konzentriert. Sie berät Betroffene und vermittelt diese an einen Regensburger Professor, um eine Schmerzlinderung zu erreichen.

Sehr am Herzen liegt Oberem auch der Dialog mit verschiedenen Religionen und das friedliche Miteinander.

Die Wernberg-Köblitzerin war außerdem ehrenamtlich von 1980 bis 1990 in der Asylbetreuung auf der Burg Wernberg engagiert. Sie hat ab der Zeit der Erstbelegung über zehn Jahre Asylbewerber betreut. Anfangs waren Palästinenser und Libanesen, später Asylbewerber aus 14 Nationen auf der Burg Wernberg untergebracht. "Stets war sie darum bemüht, den etwa 100 Asylbewerbern das Eingewöhnen und den Aufenthalt in Deutschland zu erleichtern", betonte der Ministerpräsident. Ob Essensumstellung auf Realverpflegung, Kleiderkammer oder Behördengänge: Antonie Oberem sei den Asylbewerbern stets und unentgeltlich behilflich gewesen.

Ferner war Antonie Oberem von 1984 bis 1990 kommunalpolitisch als Markträtin tätig. Sie ist zudem Gründungsmitglied beim Frauenbund, wo sie von 1979 bis 1983 als stellvertretende Vorsitzende tätig war.

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