Ministranten pflegen Brauch

Der Weihe-Brauch von Heilpflanzen lässt sich bis ins 10. Jahrhundert zurückverfolgen. So hat das "Frauenbüschel" auch in der Region seinen Platz im familiären Jahreslauf.

Die Ministranten der Filialgemeinde St. Thomas, besonders die Unterlinder, sammelten deshalb Blumen und Kräuter an Feldrändern oder Bachläufen, die sie zu kleinen Sträußchen banden und am Kreuzfest in Unterlind vor dem Gottesdienst verkauften.

Nicht fehlen durften Johanniskraut, Schafgarbe, Pfefferminze, Salbei, Kamille und Ringelblume. Die Gläubigen nahmen das Angebot gerne an und ließen die Blumengebinde segnen. Während des ganzes Jahres erinnern sie in den Wohnungen an diesen Festtag und sollen Schutz vor Unheil sein.
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