27.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Missbrauch der Tochter in Facebook Nachgefragt

von Redaktion OnetzProfil

Erbendorf. (st) Sexueller Missbrauch ist eine schreckliche Straftat. Umso unverständlicher, wenn der Vater eines angeblich missbrauchten Mädchens dies seinen rund 250 Facebook-Freunden kundtut und sie um sogenannte Likes ("Gefällt mir"-Funktion) bittet. So geschehen in einer Steinwaldgemeinde.

Laut Facebook-Eintrag des Vaters soll die Tat am 25. September vergangenen Jahres ein 13-Jähriger begangen haben. Wegen Strafunmündigkeit erfolgte angeblich die Einstellung des Verfahrens.

Doch nun habe er erfahren, dass sich der Junge und sein älterer Bruder bereits vorher an dem Kind vergangen haben sollen. "Jetzt schweige ich nicht mehr", postete der Vater am Freitag. "Bitte teilt das und gebt jedem Bescheid. Passt auf eure Kinder auf. In diesem Fall zeigt ihr euer Mitgefühl und dass ihr uns helfen wollt, wenn ihr auf 'Gefällt mir' klickt", forderte er auf.

Von der angeblichen Straftat weiß auch die Staatsanwaltschaft. Wie auf Anfrage des "Neuen Tags" Leitender Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer erklärte, könne er dazu keine Stellungnahme abgeben. Er bestätigte nur, dass ihm der Fall bekannt sei.

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